22 Oktober 2008

Buchrücken

...sind ganz eindeutig etwas, worüber die man sich nicht ärgern sollte. Deshalb werde ich versuchen, die Sache ganz kurz und bündig abzuhandeln: Vorweg oute ich mich mal als Taschenbuchkäufer und Buchrückennichtknicker. Ich darf also Taschenbücher kaufen, da diese nach dem Lesen nicht so aussehen wie eine Zeitung, die man nach dem Feierabendverkehr in der S-Bahn gefunden hat, und sie sich somit auch noch im Regal sehen lassen können. Um der Spießigkeit ein Sahnehäubchen aufzusetzen, ärgert es mich dann, wenn ein Verlag plötzlich auf die Idee kommt, die Buchrücken nicht mehr falzparallel sondern waagerecht zu bedrucken, wie just geschehen bei der Taschenbuchausgabe von "QQ" (Max Goldt). Ich kann die Beweggründe dafür durchaus nachvollziehen (die langgezogenen Q der Stempel Garamond bei gleichzeitig kurzem Gesamttitel), aber tut sowas denn Not, lieber rororo-Verlag? Ich meine 'Nein'.
(Was Fischer wohl dazu bewogen hat, bei der Kafka-Ausgabe aus den späten 50ern die Buchrückenbeschriftung von oben nach unten - also 'englisch' - anzubringen, ist wieder ein eigenes Thema).
Also, liebe Verlage: Bei Reihen bitte die Buchrückenbeschriftung falzparallel, von unten nach oben und gerne in der Reihenfolge Autor, Titel, Band, Verlag oder Verlag, Autor, Titel, Band - ich will da gar nicht so kleinkariert sein.

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