29 Dezember 2024

eQ3 CC-RT-B-CyK-W

... abgesehen davon, dass bei diese furchtbaren elektronischen Heizungsthermostaten nach ein paar Jahren bereits alle Bedienelemente defekt sind (obwohl oder weil nie benutzt), haben sie bei meinen Danfoss-Ventilen von Anfang an nie richtig getan. Die benötigten Verschraubungen (alles Plastik) liegen zwar bei, jedoch quittieren die Dingen (zumindest bei mir) mit Fehler F2, das Thermostat kann also das Ventil nicht komplett schließen. Gut, dass in den Verschließmechanismus genau ein 5ct-Stück passt, dass den Weg so verkürzt, dass die sich doch einrichten lassen, Murks bleibt das aber trotzdem.

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14 Juli 2014

Schreibmaschine

Der NSA-Untersuchungsausschuß scheint tatsächlich zu überlegen, auf modernere Technik zu verzichten, um einer Überwachung durch Geheimdienste zu entgehen. Plakativ wird davon gesprochen, wieder auf die gute alte Schreibmaschine zurückzugreifen und man muß nicht sehr viele Yps-Hefte und Krimis gelesen oder schlechte Agententhriller gesehen haben, um sofort an das Auslesen von Karbonbändern zu denken oder an Wanzen, die die Bewegung des Kugelkopfes aufzeichnen.
Spektrogramm OlympusDeLuxe Reiseschreibmaschine

Selbst bei einer guten alten mechanischen Schreibmaschine mit Typenhebeln wird es wohl irgendwie möglich sein, allein an den Tippgeräuschen schon einiges oder alles an getipptem Text zu rekonstruieren. Ich habe zwar keine große Lust, da jetzt ein Proof of Concept zu basteln, aber allein der Blick auf ein Spektrogramm von ein paar Anschlägen (XX-X-0-X) auf einer alten "Olympus De Luxe" genügt, um zu erkennen, dass man einzelne Anschläge sehr gut segmentieren kann und sich das Anschlagsgeräusch der Leertaste deutlich von dem der anschlagenden Typenhebeln unterscheidet. Das Spektrogramm zeigt hier zwei schnelle Anschläge hintereinander, dann einen einzelnen, Leertaste (Drücken und Loslassen), gefolgt von wieder einem einzelnen Anschlag.
Untersuchte man so die Aufnahme von kontinuierlichem Tippen, man könnte die einzelnen Anschläge segmentieren, man hätte durch die Leertaste die Wortgrenzen und könnte dann auch auf getippte Wörter schließen. Hierbei würde man vermutlich nicht die Unterschiede zwischen einzelnen getippten Buchsstaben untersuchen, sondern bei einem Zehn-Finger-Tipper die Muster kompletter getippter Wörter.
Gut, gehen wir davon aus, dass sich der Ausschuß in einem schallisolierten Raum trifft und es keine Audiowanzen gibt, dann bleibt noch das Problem der Unterlagenkopie, die man nicht mit Kohlepapier sondern an einem isolierten Fotokopierer, dessen Speicher man löschen kann, anfertigen müsste. Und derjenige, der die Geheimakten verwaltet darf (anders als bisher) natürlich auch nicht für einen ausländischen Geheimdienst arbeiten und ...
Entschuldigung, aber ich komme mir bei der ganzen Sache gelinde gesagt veräppelt vor: Der Verfassungsschutz hilft den Mitgliedern des Untersuchungsausschuß bei der Geheimhaltung, da es beim BND Spione gibt, die Daten an die NSA weitergeben? Oder weil BND und NSA eh zusammenarbeiten? Weiß man ja nicht, müsste der Ausschuss ja erst untersuchen. Kann er das so überhaupt?
Also nichts dagegen, dass der Ausschuß seine Handys ausschaltet, nicht via Google-Hangout tagt und geheimere Dinge vielleicht mal verschlüsselt, aber zurück zur Schreibmaschine? Weil es vor dem Informationszeitalter noch keine Geheimdienste, Agenten und Spione gab? Aha.
Halten wir fest, dass das der Vorschlag des parlamentarischen Kontrollgremiums sein soll, das sich mit der Datenspionage der NSA beschäftigt und nicht mal den wichtigsten Zeugen hören will: Eine Schreibmaschine.
Es ist ein Trauerspiel, wenn nicht eine Zirkusnummer.

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15 Dezember 2012

Wort(neuschöpfung?) des Jahres

Die Gesellschaft für deutsche Neologismen ... ne, die Gesellschaft für unbekannte Wörter ... ne, die Gesellschaft für deutsche Sprache hat das Wort des Jahres gewählt. Es ist *Trommelwirbel*
Rettungsroutine
... ja, ich habe mich auch gefragt, ob ich dieses Wort vor der Pressemitteilung der GfdS überhaupt schon ein einziges mal gehört oder gelesen habe. Die Antwort darauf lautet schlicht nein. Das ist auch nicht sehr verwunderlich, da die Gesellschaft das Wort des Jahres anhand seiner "Signifikanz" bzw. "Popularität" aussucht und nicht anhand seiner Vorkommenshäufigkeit. Mir als Computerlinguisten sei es bitte verziehen, wenn ich da ein Stechen in der Magengegend bekomme. Ein Wort, das niemand kennt und schon gar nicht benutzt ist für mich nicht "populär". Oder anders: Auf der allgemein anerkannten Skala der Fanta4 ("gestern niemand morgen tot und dazwischen was populär") ist "Rettungsroutine" für mich eher ein Niemand.
Wenn "Rettungsroutine" also schon nicht populär ist, dann muß es zumindest sehr "signifikant", also irgendwie "bezeichnend" für 2012 sein. Man darf gerne darüber streiten, ob 2012 das Jahr war, in dem noch immer und/oder auch weiterhin oder irgendwie routinierter als sonst der Euro gerettet wurde und wie kennzeichnend das ist. Wenn dem so ist, würde sich das nicht auch irgendwie in der Sprache niederschlagen? Vielleicht in einem Wort, das auch tatsächlich verwendet wird? Nicht? Na gut, dann nicht.
"Weltuntergangsankündigungswiederkehr" - wäre das nicht ein prima "Wort des Jahres" gewesen? Benutzt zwar kein Mensch, aber jeder weiß, daß 2012 (mal wieder) DAS Weltuntergangsjahr ist. Mayakalender und so. Auch ein sprachlich höchst interessantes Wort. Ein tolles, signifikantes, in meinen vier Wänden fast schon populäres Wort.
Oder soll es etwas politisches sein? Ein Wort, das ein Statement setzt? Da hätte ich noch "Klimakonferenzismus" anzubieten. Da treffen sich "die feinen Herrn Politiker" schon seit Jahren auf diesen Konferenzen (so auch 2012), das Klima ist aber noch immer nicht gerettet. Nicht "signifikant" genug? Was ist denn mit "Bundespräsidentenrücktrittsgewohnheit"? Schließlich war 2012 das Jahr, in dem das Zurücktreten des Bundespräsidenten (nach Köhler mit Wulff) schon fast Tradition wurde.
Wahrscheinlich lassen sich noch ein paar (bis viele tausend) andere Wörter (er)finden, die auf irgendein Ereignis aus diesem Jahr verweisen. Ich verstehe nur überhaupt nicht, warum man so ein Wort, das niemand kennt, versteht und benutzt, als "Wort des Jahres" bezeichnen sollte.

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11 Oktober 2011

Bundestrojanerlizenz?

...ja ja, ich weiß, das Ding ist kein "Bundestrojaner", da es nicht vom Bund eingesetzt wird(?) sondern in den Ländern. Also der "Landes-" oder "Staatstrojaner" ... hm ... ne, also ein Trojaner ist es eigentlich auch nicht, da es nicht als andere Anwendung getarnt ist. Verflixt! Also diese Computerwanze, die die LKAs einiger Länder eingesetzt haben und die das CCC mal auseinandergenommen hat, welche Lizenz hat die eigentlich?
 Das mag jetzt vielleicht eine komische Frage sein, aber ich hab mal durch die Binaries gescrollt und da finden sich z.B. auch der String "speex" (was ja ein bekannter Codec ist) und so welche wie "wb_mode_query", die auch in den Speex-Quellen auftauchen (Methodenbezeichner und so'n Krempel halt, hier in einer Fehlermeldung). Darf man also annehmen, daß sich die Wanzenentwickler an freier Software bedient haben? Und wie sieht das dann in der Praxis aus? Lassen einem die LKA-Beamten eine Kopie der BSD-Lizenz neben dem Rechner liegen, wenn sie das Schnüffelprogramm installiert haben? Man weiß es nicht. Was man sich aber denken kann ist, daß die Wanze selbst wohl eher nicht freie Software ist und die Länder dafür bestimmt eine schöne Stange Geld hingelegt haben. Da hätte man sich doch bestimmt auch einen anderen Codec kaufen können, oder?

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18 Mai 2011

"Democracia Real YA!"

(oder: Die Medien verschlafen die spanische Revolution)

Am 15. Mai war Spanien auf den Beinen, in ca. 70 spanischen Städten fanden Demonstrationen statt, die sich, jetzt, kurz vor den Wahlen, gegen das festgefahrene spanische Zwei-Parteien-System richteten, und dagegen, daß den Bürgern von den Wahllisten am Sonntag viele korrupte, auch bereits vorbestrafte Politiker entgegen winken werden. Von der konservativen spanischen Presse und vom Staatsfernsehen werden diese Demonstranten meist als linke Spinner abgestempelt, dabei handelt es sich wohl um eine recht heterogene Gruppe, einen Querschnitt durch die Bevölkerung, um Menschen, die wütend sind über das Lohnniveau, die hohe Arbeitslosigkeit und die eher ideologiefrei mehr Mitbestimmung und "echte" Demokratie fordern.
Die Proteste ebbten am 15. Mai jedoch nicht einfach ab, die Demonstranten beschlossen stattdessen, auf zentralen Plätzen in Städten im ganzen Land zu campieren - und wie es aussieht werden sie dort auch mindestens bis zum Wahlsonntag bleiben und sich den Räumungsversuchen durch die Polizei widersetzen.
In Spanien gingen also viele Tausende friedlich auf die Straße und protestieren nun schon tagelang auf zentralen Plätzen in fast 30 spanischen Städten - na, wenn das kein Grund ist, daß es spätestens gestern einen kleinen Bericht auch in den deutschen Nachrichten dazu hätte geben sollen, dann weiß ich auch nicht mehr. Stattdessen wird über die evtl. Schwangerschaft von Carla Bruni berichtet und darüber, daß Matthias Opdenhövel jetzt von Pro7 zur ARD wechselt.
Man muß sich schon sehr wundern, wo bitte die ganzen "Qualitätsjournalisten" in Deutschland geblieben sind. Die können doch nicht alle gemeinsam vor der Zelle von Strauss-Kahn sitzen und darauf warten, daß er ihnen mal durch die Gitterstäbe zuwinkt, oder?

Also: Liebe Presse! Haaaalloooo! Ist bei Euch noch jemand wach? Ihr verpennt da momentan nämlich etwas. Macht doch mal zur Abwechslung Euren Job, sonst könnt Ihr Euren komischen Wettkampf, den Ihr so gerne und krampfhaft gegen das Internet führt, gleich abschreiben.

Das Manifest zu den spanischen Protesten gibt es inzwischen in einer deutschen Übersetzung. Ein paar weitere Informationen gibt es auf globalvoices.

Update: Ich bin offensichtlich nicht der einzige, der sich über die verhaltene Presse wundert - aber inzwischen stehen immerhin auch ein paar Sätze in der taz.

Noch ein update (18.5.): Langsam bewegt sich etwas in der Blätterwelt: Focus, Stern und MoPo haben das Thema jetzt klein im Nachrichtenticker - durchgereicht werden eine paar Sätze, die von der dpa kamen. Peinlich. Viel wichtiger ist natürlich, ob bei den Plädoyers im Kachelmann-Prozeß die Öffentlichkeit zugelassen ist. Ja, klar. *facepalm*

(Bild: furilo auf flickr.com, unter CC-Lizenz)

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12 April 2011

eval?

Ich liebe ja unser schönes "LSF", das feine "internetbasierte Informations- und Planungssystem für Studierende, Lehrende und Mitarbeiter" heiß und innig. Insbesondere das Frontend finde ich sehr hübsch, übersichtlich, durchdacht und benutzerfreundlich. Neulich begrüßte es mich jedoch mit einem "${lang.WarningPlaningTerm3}" an der Stelle, wo eigentlich etwas wie "Sie sind angemeldet im" o.ä. hätte begrüßen sollen. Wurde da etwa versehentlich ein evil ... ähm ... eval vergessen? Kann ja mal passieren. Ich finde die Software trotzdem knorke. <3

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15 Dezember 2010

JMStV

...momentan sitzt Gesine Schwan im SWR-RP und argumentiert gegen Heiner Geissler und Volksentscheide - und zwar mit einem Argument, das ich sogar gelten lasse: Die Dinge über die entschieden werden muß sind oft so kompliziert, daß eine Ja/Nein-Volksabstimmung, getrieben von irgendwelchen Interessengruppen oft nicht das richtige Instrument sind. Gut, wir haben gewählte Vertreter, die irgend etwas für uns ausarbeiten sollen und darüber dann abstimmen. Wie toll das dann funktioniert zeigt sich wunderschön am Beispiel JMStV. Nur so viel dazu in Kürze: Das Ding ist totaler Quatsch und gehört abgelehnt. Und siehe da: NRW hat das Ding jetzt tatsächlich gekippt. So nett, wie das Resultat ist, so albern war der Weg dahin. Wenn man sich mal die Reden in den Landtägen angehört hat, stellt man schnell fest, daß es hier wenig um Inhalte ging. Kröten wurden geschluckt, Desinteresse aller Orten, berechtigte Kritik wurde bei Seite geschoben, Parteien- und Koalitionsräson wüteten ebenso schlimm wie evtl. gefährliches Halbwissen und Vorurteile bei einem Volksentscheid. Ganz schlimm leider mal wieder die Grünen, die wie immer von einem Fettnäpfchen ins nächste treten. Eigentlich eher den JMStV ablehnend argumentierte der Netzpolitische Sprecher der Grünen in NRW noch im September, warum die Grünen den alten Rüttgers-Quatsch weiter durchspielen:
"Der Landtag hat zwar das formelle Recht, Staatsverträge abzustimmen, es würde aber allen politischen Gepflogenheiten und nicht zuletzt auch der Verfassungstradition (Kontinuitätsgebot) widersprechen, wenn ein Landtag zu einem so weit fortgeschrittenen Zeitpunkt im Verfahren den Staatsvertrag scheitern ließe." (Matthias Bolte als Antwort auf eine Anfrage von Jens Matheuszik vom Pottblog)
Sprich: Wir wurden zwar gewählt, damit Rüttgers nicht weiterhin in NRW wüten darf, wir nicken aber schön noch alles ab, was der alte Landtag auf den Weg gebracht hat. Ganz toll. Wozu soll man denn dann bitteschön überhaupt noch wählen gehen? Ich frage mich da wirklich, ob die Grünen noch nie etwas von dem Konrad Adenauer (CDU) zugeschriebenen Spruch "Wat kümmert mich ming Jeschwätz von jestern?" gehört haben - schließlich war es dann nämlich die CDU in NRW, die plötzlich dem JMStV nicht mehr zustimmen wollen.
Da steht man doof da, liebe Grüne, oder? Da bringt man sich in eine Situation, in der man mal wieder den Kopf aus der Schlinge ziehen muß - und warum? Weil man nicht das macht, wofür man gewählt wurde. Und da fragt ihr noch, warum viele plötzlich Volksentscheide als das geeignetere Instrument sehen, um zu vernünftigen Entscheidungen zu kommen?
Mal ein kostenloser Tip von mir: Fangt mal an, wieder mehr das Volk zu vertreten, dann glaubt und vertraut Euch vielleicht auch mal wieder jemand.
just my 2 cents.

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30 August 2010

Ex-Wähler


Tja, was soll man diesem Demonstranten gegen Stuttgart 21 ("Ex-Wähler von CDU + FDP") noch sagen? "Selber Schuld" oder "Herzlich Willkommen in der Realität"? Ich weiß es nicht. Soweit ich weiß wurde Stuttgart 21 aber schon 1995 beschlossen. Mich würde also auch mal interessieren, was dieser Herr (diese Dame?) so in den letzten 15 Jahren gewählt hat - aber, naja, meine Neugier halt...

(Bild: Screenshotausschnitt Außenreporterin bei Südwest Extra zu Stuttgart 21)

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25 August 2010

nein heißt nein ... heißt doch

(Bild: Screenshotausschnitt ustream-Livestream "Flügel TV" zu Stuttgart 21 unter webcam.schreu.eu)

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22 August 2010

wruuumm knatt knatt...

...wruuum glotz knips knatt knatt knatt rööööhr...

Ja, dieses Jahr auch (oder dann doch?) wieder. Zu dem Thema hab ich nichts mehr zu sagen. Keine Lust. Macht doch alle, was ihr wollt.

So darf man sich das in etwa vorstellen.

So sah es dieses Jahr aus.

Und so sieht man das in Trier, wenn man nicht in der Innenstadt, sondern in Euren wohnt. ;)

Update:

Und so sieht man das, wenn man nicht in Euren, sondern in der Stadt wohnt. "Konsequent intolerant" bin ich inzwischen auch.

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20 Mai 2010

Champions League - Turbine Potsdam vs. Olympique Lyon

Für alle, die sich auch über die winzig kleine Spielstandseinblendung während des Champions-League-Finales geärgert haben, hab ich das Ding hier mal vergrößert.

Achso, ja: Besser wird's dadurch natürlich nicht.

Bild: Screenshotausschnitt ZDF, CL-Liveübertragung

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26 April 2010

super Symbolbild

...ja, es ist ja Montag und man hat ja nicht immer Lust im Bildarchiv nach etwas Griechenlandtypischem zu suchen. Akropolis? Eh langweilig. Also nimmt man doch für seine Telefonumfrage (bei der es irgendwie um Griechenland und Geld geht und bei der die Frage eh schon so formuliert ist, daß jeder Stammtisch laut "Nein!" schreien muß) einfach das super Symbolbild der letzten Umfrage. Zapfhahn frisst Geldscheine aus dem Portemonnaie. Muß irgendwas mit dem Benzinpreis zu tun gehabt haben damals. So Ostern und Abzocke oder so. Och, passt schon, die Griechen zapfen uns ja auch an, irgendwie, oder so...

Also bitte für 50cent anrufen unter der Nummer für "Nein" und mal so richtig öffentlich seine Meinung sagen. Zum Benzinpreis. Oder zu Griechenland. Oder weiß der Geier.

(Bild: Screenshotfotoausschnitt n-tv mit lustigen Dropouts)

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11 Februar 2010

Kunden, die diesen Artikel gekauft haben...


(man beachte auch den kleinen Preisunterschied: Axolotl Roadkill für günstige 14,95€, Strobo (gebraucht) ab 45€ - Sukultur sollte vllt. schon jetzt über eine weitere Auflage nachdenken. Und anstatt hier noch groß einen Kommentar zu der ganzen Sache zu verfassen, verlinke ich lieber auf den schönen Text von Anatol Stefanowitsch im Sprachlog.)

(Bild: Screenshotausschnitt amazon.de)

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03 Dezember 2009

Was ist uns Bildung wert?


Die neue Regierung betont, wie wichtig Bildung - insbesondere in Zeiten der Krise - ist, die letzte Regierung hat dies schon betont und wahrscheinlich auch die davor und die davor und...
Wie sieht es aber mit den Bildungsausgaben in Deutschland bzgl. des BIP und verglichen mit anderen Staaten aus? Die Zahlen u.a. dazu liefert die OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2009" (Pressemitteilung) - und wie man leicht sieht, liegen die Bildungsausgaben Deutschlands unter dem OECD-Schnitt. Wenn das die viel beschworene Investition in die Zukunft sein soll, die immer Erwähnung findet, wenn es heißt, daß Deutschland keine nennenswerten Rohstoffe hat und wir uns deshalb auf eine gut ausgebildete Jugend verlassen müssen, dann weiß ich auch nicht...

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30 November 2009

aus den Internet-Gruselarchiven

[ohne Worte]

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22 Oktober 2009

aus den WDR-Medienarchiven


[ohne Worte]

Bild: Screenshot wdr.de vom 22.10.2009

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14 August 2009

Saarbrücken

"Berlin Südkreuz" steht auf der Anzeigetafel, da fahren wir heute aber nicht mehr hin. Wir, das sind 19 Reisende, zwei Fahrräder und ein Kuchen. Der Türke aus Wagen zwei trägt den Kuchen am Griff einer dieser furchtbaren Plastiktortenuntersetzer mit Deckel, der rauchende Fahrradfahrer aus dem letzten Wagen hofft wie ich, daß wir nicht wirklich nach Berlin fahren. Obwohl, es wäre egal, um diese Uhrzeit ist alles egal. Wir fahren jedoch erstmal dahin, wo, glaubt man den Anzeigen am nächtlichen Busbahnhof, viele öffentlichen Verkehrsmittel von Saarbrücken aus fahren - nach Burbach. Irgend etwas muß Burbach zu einem beliebten Reiseziel machen. Nein, Burbach war nie Handlungsort eines wichtigen Ereignisses, mahnt das verstaubte Geschichtswissen zweifelnd.
Später schiebt sich der tonnenschwere Koloß aus Stahl durch Völklingen. Eine eiserne Hülle um viele leere Sitze. Wir sind 19, verteilt auf 4 Wagen Regionalexpress, hinten scheibt ein Triebwagen. Auf dem Platz, den ich besetze, saß vorher mein Widersacher, mein Anti-ich, ein Mensch, der die FAZ kauft und darin alles liest, außer dem Feuilleton. Die paar Seiten Feuilleton läßt er ungelesen und glatt auf dem Sitz liegen. Die Franzosen und ihr Hang zu Demonstrationen und Generalstreiks kommen darin schlecht weg, der Fernsehfilm, den das ZDF heute wohl gezeigt hat, ebenso. Boris Becker und der DuMont-Verlag. Zynische Kommentare, Leserbriefe, die sich um ein hohes sprachliches Niveau bemühen. Quälend, gestellt und unehrlich, aufgesetzt. Dann noch Kempowski und Feyerabend, Tote werden gelobt ob ihrer postum erschienenen Werke. Früher war alles besser. Ein Nachruf auf einen Prof. Dr. med., ein Gynäkologe. Trotz Blättern findet sich jedoch keine Todesanzeige jener Frau Prof. Dr., deren Beerdigung morgen stattfindet.
Von dem Fenster des Großraumabteils lässt sich nicht einmal der kleine Schlitz öffnen, der dazu gedacht ist. Abgesprerrt - Vierkant. Früher fuhr man Bahn, um mindestens eines der großen Fenster bis fast zur Taille herunterzudrücken um sich dann weit herauszulehnen und sich dem Fahrtwind auszusetzen. Dieser Luxus ist heute im Preis nicht mitinbegriffen. Das war einmal. Heute sind die Dinge anders. Heute kaufen sich zwar immer noch Studienräte den neu entdeckten Feyerabend im Pappschuber zum Sonderpreis und stellen ihn dann in das Ivar-Regal auf den ausgebauten Dachboden, aber heute ist auch Kempowski tot. Und ob Boris Becker noch einmal heiratet, wie RTL dieses Ereignis ausschlachtet oder was der FCBayern macht ist so egal wie immer. Novocaine for the soul und dann die Durchsage, daß der Ausstieg links und die nächste Station die letzte sein wird. Das Personal bedankt sich. Danke zurück. Der letzte Fahrgast steigt aus. Endstation. Man ist zwar da, aber doch nirgends angekommen.

(Bild: "No symmetry" http://www.flickr.com/photos/aguno/ / CC BY-NC-SA 2.0)

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05 August 2009

SynchronsprecherInnen und so...

Bibi Blocksberg, also Susanna Bonaséwicz, ist ja nicht nur Fran Fine (Fran Drescher) in 'Die Nanny', sondern bekanntlich auch Prinzessin Leia (Carrie Fisher) in der Starwars-Trilogie. Die Hörspiel-Wendy, also Ranja Bonalana, ist die Paige Clark aus 'Ellen' bzw. die Joy Stark aus 'Ehe ist ...' - also die Halbschwester von Carrie Fisher, nämlich Joely Fisher. Daraus folgt natürlich nicht, daß Wendy die Halbschwester von Bibi Blocksberg ist - eher noch könnte man behaupten, Wendy sei Renée Zellweger als Bridget Jones, obwohl jene, also die Renée (nicht die Bridget) aber auch gerne mal von Sandra Schwittau gesprochen wird, die einem als Bart Simpson bekannt sein sollte - bzw., wenn man die Simpsons nicht kennt, dann vielleicht als Marla Singer (Helena Bonham Carter) aus 'Fight Club'. Worauf wollte ich hinaus? Richtig: Nicht nur Sandra Schwittau ist Renée Zellweger, sondern (z.B. in 'Jerry Maguire') auch Ulrike Stürzbecher, die man als Anne Heche aus 'Ally McBeal' oder 'Men in Trees' kennt, also hört. Oder andersrum. Oder so. Ursula Stürzbecher ist aber auch Ursula Buffay (Lisa Kudrow) in 'Friends' (nicht aber in 'Verrückt nach dir'), obwohl die Phoebe Buffay (auch Lisa Kudrow) Maja Dürr ist. Und obwohl man eigentlich Nadja Reichardt als Rachel Green (Jennifer Aniston) in 'Friends' kennt, wird letztere eher die Stimme von - na, von wem wohl? - Ulrike Stürzbecher gegeben, so z.B. auch in der einen Episode von 'Ellen'. Da Anne Heche in 'Ellen' die Karen gibt, stellt sich mir die Frage, ob sie in dieser Serie evtl. mit der selben Stimme spricht wie Jennifer Aniston - was ja durchaus denkbar wäre. Vielleicht hat man Anne Heche aber auch eine andere Stimme gegeben. Hank Azaria spricht in 'Friends' als David (der Freund von Phoebe) schließlich auch mal mit der Stimme von Ilja Richter, mal mit der von Erich Räuker und mal mit der von Mahoney aus 'Police Academy' (also der von Frank Schröder) - wobei er vorher als Nat in 'Verrückt nach dir' noch von Tobias Lelle, also dem Woody (Harrelson) aus 'Cheers' gesprochen wurde - und auch danach wieder bei z.B. den Simpsons als Apu oder John Frink. Aber warum nicht? Jennifer Garner wird bei ihrem Auftritt in 'Chaos City' schließlich auch ausnahmsweise von Katja Primel, also dem Otto aus 'Benjamin Blümchen' gesprochen. Und hier schließt sich der Kreis, denn Karla Kolumna spricht bekanntlich sowohl bei 'Bibi Blocksberg' als auch bei 'Benjamin Blümchen' mit der Stimme von Gisela Fritsch - alles also ganz logisch und konsequent.

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03 August 2009

auswärts

...die kleine Band aus Trier hat demnächst ein Auswärtsspiel, leider ist die "wie fahren wir das ganze Geraffel und uns denn überhaupt da hin"-Frage noch nicht abschließend geklärt. Also merke: Man sollte sich seine Band so zusammencasten, daß mindestens einer einen Kombi, besser Bus, zwei ein eigenes Auto und möglichst alle einen Führerschein besitzen. Leider ist das heutzutage nur noch schwer möglich. Was tun? Google sagt, daß man zu Fuß vom Proberaum zur Bühne gute acht Stunden unterwegs ist - und das dann mit Schlagzeug auf dem Rücken und Gitarrenkoffern in den Händen? Nein danke.
Ich suche auf diesem Wege also übermotorisierte Instrumentalisten aus dem Großraum Trier - Musikrichtung egal, Volumen des Fahrzeugs nicht... ;)
P.S.: Die Fortuna hat es gut, die darf gleich zuhause gegen den HSV gewinnen. Dem SVE Trier auf diesem Wege noch ein nachträgliches 'Herzlichen Glückwunsch' zum Sieg gegen 96.

(Bild: Screenshotausschnitt Google maps)

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04 Juni 2009

Jubiläums Woche

...da zappt man sich abends durch die Programme, und dann das: "Achtung Kontrolle" auf Kabel1 hat einjähriges Jubiläum - das wird zumindest unten links im Bild als Logo mit Lorbeerkranz eingeblendet. Na dann herzlichen Glückwunsch. Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre feiert Kabel1 dieses Ereignis auch noch mit einer ganzen "Jubiläums Woche". Um den Zuschauer davon in Kenntnis zu setzen, wird oben links noch ein Logo eingeblendet (siehe Bild). Bei aller Liebe zu eingeblendetem unnützen Schnickschnack im Fernsehbild (Senderlogo, Börsenticker, bimmelndes Programmvorschaugehampel, Hinweise auf 'Servicenummern' und Gewinnspiele) und das Deppenleerzeichen mal außen vor: Hätte sich Kabel1 mit dem bärigen "Jubiläums Woche"-Logo nicht ein bisschen mehr Mühe geben können? Ich mein ja nur so...
(Bild: Bildausschnitt Kabel1 aus "Achtung Kontrolle" vom 4.6.2009)

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