Die amorphe Welt des Julius H.
26 November 2014
30 Dezember 2013
08 Dezember 2011
24 Oktober 2011
12 April 2011
eval?
Ich liebe ja unser schönes "LSF", das feine "internetbasierte Informations- und Planungssystem für Studierende, Lehrende und Mitarbeiter" heiß und innig. Insbesondere das Frontend finde ich sehr hübsch, übersichtlich, durchdacht und benutzerfreundlich. Neulich begrüßte es mich jedoch mit einem "${lang.WarningPlaningTerm3}" an der Stelle, wo eigentlich etwas wie "Sie sind angemeldet im" o.ä. hätte begrüßen sollen. Wurde da etwa versehentlich ein Labels: gesehen, Klugscheisserwelt, Murkswelt, Uniwelt
28 Februar 2011
"Betrüger"

(Überschrift: Zitat Prof. O. Lepsius, Uni Bayreuth; Bild: Screenshotausschnitt Youtube.com)
Labels: gesehen, Netz, Politikwelt, Uniwelt
27 Februar 2010
Radhaus
...heute war ich mal in einer Einrichtung des AStA, die wirklich sinnvoll ist: im Radhaus. Da ich zwar das Getriebe einer Ente reparieren kann, aber schon an der Hinterradfelge eines normalen Fahrrades auf dem aktuellen Stand der Technik scheitere, war es mal an der Zeit, sich das ein oder andere zeigen zu lassen. Und Hut ab, im Radhaus wird einem tatsächlich mit Rat und Tat beigestanden. In Zukunft werde ich viele wartungsnotwendige Handgriffe alleine durchführen können - und wenn es am passenden Werkzeug mangelt gerne wieder dort aufkreuzen. Mit dem frühlingsfrisch gewarteten Rad wollte ich mich dann wieder den Berg in die Stadt runterstürzen... wie sollte es anders kommen: Auf dem halben Weg lagen wohl wieder irgendwo Scherben - also noch ein Plattfuß. Für das frisch zentrierte Hinterrad werde ich also mal ernsthaft über einen resistenteren Mantel nachdenken. Bei dem Platten blieb es natürlich nicht: Kaum abgestiegen fing es an zu schütten wie aus Kübeln. Aber am Horizont wartete dafür schon ein Regenbogen - und zuhause ein neuer Schlauch.Labels: Fahrradwelt, gewesen, Trier, Uniwelt
04 Februar 2010
16 Dezember 2009
"a different place"
Ich bin ja ein großer Freund des Konzeptes, daß Studierende neben Hörsaal und Bib noch einen anderen warmen Aufenthaltsort zur Verfügung haben, also eine Art Wohnung oder ein Zimmer in einer WG oder so. In Trier gibt es, wie man hört, hier und da den ein oder anderen kleinen Engpaß - insbesondere, weil die Studierendenzahlen eher steigen als sinken. Deshalb halte ich es für durchaus begrüßenswert, daß es Wohnheime gibt, die 'günstigen' Wohnraum anbieten (App. 23m² für 275€ kalt - ich hab' mal gehört, daß es für die Knete in der Stadt 10m² mehr gibt, auch kalt, als Whg. zwar aber halt Altbau, egal). Momentan entsteht in Trier ein neuer privater Wohnheimkomplex (F, gelb), der auf dem Petrisberg zwischen Campus 1 (U1, grün) und In den letzten Jahren entstanden auf dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau eh neue Wohngebiete (P, rot) und der "Wissenschaftspark", die Flächen waren also schon länger zur Wohnbebauung verplant... Hier muß ich kurz einhaken und gestehen, daß ich noch nie ein großer Freund der trierer Stadtplanung war, aber egal.
Der ganze Petrisberg ist verkehrstechnisch über die Robert-Schuman-Allee erschlossen, hier schieben sich die Autokolonnen via Kreisverkehr Kohlenstraße das Aveler Tal runter bzw. wieder hoch - so ist das halt, wenn die Höhenlagen zugebaut werden, die nur eine Verkehrsanbindung zum Rest der Welt haben, auch egal.
Eigentlich wollte ich nur das Eine loswerden: Als ich mir vor ein paar Jahren die Bebauungspläne des Petrisbergs angesehen habe, dachte ich noch so zu mir: "Oha, hier dieses Baugebiet zwischen Wohnsiedlung Louis-Pasteur-Straße und der Hauptdurchgangsstraße (Robert-Schuman-Allee), wer soll denn da ein Grundstück kaufen und sich da ein Haus hinsetzen?" Ich dachte halt an Ein- oder Mehrfamilienhäuser.
Nun sind die Jahre ins Land gegangen, die Bebauung steht bevor "und alsobald fiel es von seinen Augen wie Schuppen, und er ward wieder sehen" (Apostelgeschichte 9,18): Na klar, dieser Streifen entlang des kerzengeraden Zubringers zum Petrisberg ist doch der ideale Ort für ein Studierendenwohnheim. Wo sonst, wenn nicht hier? Oder: Was sonst, wenn nicht Wohnheim?
Naja, gut wohn (stylisch und urban)!
(Kartenausschnitt: Openstreetmap, unter CC-Lizenz, nachbearbeitet)
03 Dezember 2009
Was ist uns Bildung wert?

Die neue Regierung betont, wie wichtig Bildung - insbesondere in Zeiten der Krise - ist, die letzte Regierung hat dies schon betont und wahrscheinlich auch die davor und die davor und...
Wie sieht es aber mit den Bildungsausgaben in Deutschland bzgl. des BIP und verglichen mit anderen Staaten aus? Die Zahlen u.a. dazu liefert die OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2009" (Pressemitteilung) - und wie man leicht sieht, liegen die Bildungsausgaben Deutschlands unter dem OECD-Schnitt. Wenn das die viel beschworene Investition in die Zukunft sein soll, die immer Erwähnung findet, wenn es heißt, daß Deutschland keine nennenswerten Rohstoffe hat und wir uns deshalb auf eine gut ausgebildete Jugend verlassen müssen, dann weiß ich auch nicht...
Labels: gesehen, Murkswelt, Politikwelt, Uniwelt
19 Juni 2009
Gebt Erika frei!
...bereits am Mittwoch habe ich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, als ich hörte, daß Studierende (im Rahmen des Bildungsstreiks) in Mainz nicht nur den Landtag besetzt haben, sondern daß es dabei natürlich/leider auch zu Sachbeschädigungen kam. Diese hielten sich zwar in Grenzen, ich halte sowas jedoch für überflüssig und kontraproduktiv.
Aber nicht nur das: Aus der dortigen Ausstellung "20 Jahre friedliche Revolution" wurde zudem eine Schreibmaschine entwendet. Wie SpOn berichtet tauchte diese Schreibmaschine Typ "Erika" dann wieder auf - und zwar auf einem "Erpresserschreiben" der Studierenden, das (was mehr als nahe liegt) im Stil eines RAF-Schreibens gehalten ist und, da gebe ich den SpOn-Autoren recht, eigentlich schön selbstironisch ist.
Die Sache wäre eigentlich ganz einfach unter 'putzig', 'nette Geschichte' und dann 'jetzt sollen die Studis das Ding aber zurückgeben' abzuhaken, wären da nicht Politiker, die dies mal wieder zum Anlaß nehmen würden, sich (gespielt?) zu empören. Klar, auf den Kommentar eines SPD-Politikers, die Studis hätten wenigstens 'Humor', folgt die Forderung der CDU nach Rücktritt. (Alles lt. SpOn, bitte hier selbst nachlesen).
Geht es hier noch um Inhalte oder versinkt alles in einem parteipolitischen Geplänkel? Meines Erachtens öffnen hier die Parteien mal wieder der Parteienverdrossenheit Tor und Tür.
Den 'Entführern' aber sei zugerufen: "Gebt Erika frei!" - es hat doch alles keinen Sinn. Obwohl: Immerhin habt ihr es bis auf SpOn geschafft.
Labels: gelesen, Politikwelt, Pressewelt, Uniwelt
Resignation
...in Gesprächen z.B. rund ums Thema Bildungsstreik kommt häufig die Frage auf, warum sich eigentlich trotz der unterstützenswerten Ziele so wenige Studierende an den Protesten beteiligen. Oft wird von dem Eindruck gesprochen, daß sich hauptsächlich nur noch die 'Hobbydemonstranten' beteiligen und dies, neben den ideologischen Kleinkriegen, in die sich verrannt wird, dann auch der Grund ist, warum viele keine Lust haben, irgendwelchen Solidaritätsrufen zu folgen. Warum läßt es die breite Basis der Studierenden jedoch so weit kommen, daß nur noch ein kleines Häufchen chronisch Engagierter ihre Belange (und dann evtl. nicht nur diese oder in Formen, die nicht erwünscht sind) vertritt? Was befeuert die Spirale des Sich-abwendens von der Vertretung der Ziele, die viele eigentlich als sinnvoll betrachten?Meines Erachtens herrschen Resignation und, wenn vielleicht auch keine Politikverdrossenheit, Politiker- und Parteienverdrossenheit. Der ein oder andere wird sich fragen, was es einem nützt, sich für bessere Bildungsbedingungen einzusetzen, wenn die Effekte ausbleiben, wenn für die Zeit, in der es einen direkt betrifft, sowieso keine Veränderungen zu erwarten sind.
Den Einfluß, den Protest auf politische Entscheidungen hat, möchte ich an einm anderen Beispiel verdeutlichen: Momentan tobt ein Sturm der Entrüstung durch das Internet, da der Bundestag gestern einem Gesetz zugestimmt hat, das den Zugang zu bestimmten Internetseiten erschweren soll. Zwar soll mit diesem Gesetz nur der Zugang zu Seiten, die Kindesmißbrauch dokumentieren, verhindert werden, jedoch befürchten Kritiker, daß eigentlich der Weg in Richtung Zensur geebnet wird. Und tatsächlich bescheinigen Experten, daß das Gesetz höchst fragwürdig ist und das eigentliche Ziel so nicht erreicht wird, es sich sogar stark kontraproduktiv auswirken wird.
Das Hauptziel der Kritiker, das Gesetz zu verhindern, ist also überschaulicher gesteckt und viel einfacher zu erwirken als die Ziele der Protestler für ein besseres Bildungssystem. Unter den Zensurgegnern finden sich auch Journalisten, namhafte Experten und Politiker, die alle ihren Einfluß geltend machen können. Im Bundestag hatten sie die Oppositionsparteien auf ihrer Seite und sie standen lange in Verhandlung mit der SPD, um deren Abgeordnete davon zu überzeugen, den Gesetzentwurf ebenfalls abzulehnen. Und vergleichbar mit den Massen an Studierenden, die sich an den bundesweiten Demonstrationen beteiligten, konnten die Zensurgegner 130.000 Menschen überzeugen, sich einer Petition gegen das vorgelegte Gesetz anzuschließen.
Die Ausgangsbedingungen, dieses Gesetz zu verhindern, waren also m.E. viel besser als jene der Studierenden, bessere Bildungsbedingungen zu erreichen.
Und trotzdem: Es half nicht viel. Trotz der Petition, trotz der ganzen Gespräche, die geführt wurden, trotz der Bedenken von Experten, trotz der Demonstrationen, wider den besseren Argumenten und der Kritik aus den eigenen Reihen beschloß die große Koalition gestern das umstrittene Gesetz.
Manche wollen hieran erkennen können, daß die Politikergeneration und die Parteien eine ganze Generation verlieren, daß die etablierten Berufspolitiker den Kontakt zur "Internetgeneration" verloren haben. Schaut man auf den Bildungsstreik und die mangelnde Bereitschaft der 'Jungen', sich an dem gesellschaftlichen Dialog (wenn überhaupt noch vorhanden) zu beteiligen, stellt man womöglich noch tiefere Gräben fest, die schon längst gefährliche Ausmaße angenommen haben.
(Foto von demoversion auf flickr.com unter CC-Lizenz)
Labels: Netz, Politikwelt, Uniwelt
15 Juni 2009
fällt aus
...mein Versuch, mich als Streikbrecher zu bestätigen, darf als gescheitert betrachtet werden. Die Vorlesung, zu der ich mal so "unter Vorbehalt" erschienen bin, findet nicht statt. Es ist wahrscheinlich auch ebenso interessant, sich stattdessen auf dem Viehmarkt die öffentliche Vorlesung von Prof. Hamm zu den BA/MA-Abschlüssen anzuhören. Hoffentlich kann diese Veranstaltung mal ein wenig Interesse zu dem Thema (insbesondere bei den Studierenden, die es betrifft) wecken.Nach der Vorlesung zieht dann um 14 Uhr die Demo los von der es - egal, wie viele anwesend sein werden - nachher wieder heißen wird, daß überhaupt nur ein Bruchteil der Studierenden teilgenommen hat, die Kritik an der Misere im Bildungsbereich also gar nicht so massiv sein kann, wie immer behauptet wird.
Bei den Studierenden ist es leider wie überall, oder vielleicht sogar noch schlimmer: Wenn man möchte, daß am Ende niemand zufrieden ist, muß man nur eine Aktion mit mehr als einem Teilnehmer starten. Mit dem Bildungsstreik sind auch viele unzufrieden. Hier und da hört man Kritik an den 'linken Chaoten, die Gebäude besetzen und sich überhaupt nur an der Uni sehen lassen um Rabatz zu machen und Bier zu trinken' und überhaupt sei die ganze Aktion ganz furchtbar von Vereinigungen unterwandert, die ihre antikapitalistische, anarchische oder sonstige Haltung verbreiten wollen.
Verwunderlich finde ich es nicht, daß der Bildungsstreik von Gruppen unterstützt wird, die sich z.B. auch sonst irgendwie sozialpolitisch engagieren, ebensowenig wie die Tatsache, daß diejenigen Studierenden, die in diesen Bereichen auch irgendwie aktiv sind mit zu den ersten gehören, die zur Organisation eines Streiks oder sonstigen Protestveranstaltungen beitragen.
Hier verwischen dann leider irgendwann die Grenzen: Neben den berechtigten Forderungen nach einer besseren Bildung ist dem einen dann die Kapitalismuskritik wichtig, der andere möchte vielleicht eigentlich nur "das faschistoide Bullenschweinesystem ficken" und ein Dritter lehnt die neuen Studiengänge vielleicht nur ab, weil er sich von der internationalen Globalisierungsmafia verfolgt sieht.
Um eine breite Basis für eine Protestaktion zu erreichen, muß man m.E. jedoch sehr rücksichtsvoll vorgehen und der Vorderungskatalog, den man aufstellt, muß minimal sein (was jedoch auch keine Musterlösung ist). Der ein oder andere z.B. Jungliberale reagiert nämlich sehr empfindlich darauf, wenn er an einer Demo teilnehmen soll, für die die trotzkistische Befreiungsfront ihre volle Unterstützung zugesagt hat. So etwas gipfelt dann in Anti-Bildungsstreiks, die dann wieder Anti-Anti-Bildungsstreiks hervorrufen und obwohl alle Beteiligten womöglich ähnliche hochschulpolitische Ziele verfolgen, löst sich alles in einem ideologischen Brei auf.
Dabei müsste man sich eigentlich irgendwo in der Mitte treffen, sich auf gemeinsame Ziele verständigen. Das Dilemma: Es führt zu nichts. Nimmt man solchen Aktionen jeglichen Aspekt der "Spaßveranstaltung", als welche sie von manchen kritisiert wird, wird sich die Teilnehmerzahl auf einige wenige beschränken. (Wie schwer Menschen zu mobilisieren sind, wenn ihnen nicht unmittelbar die Felle wegschwimmen, zeigt sich ja sehr schön an sinkenden Wahlbeteiligungen - aber das ist auch wieder eine andere Geschichte.)
Versucht man, einen Forderungskatalog aufzubauen, an dem niemand mehr etwas auszusetzen hat, wird man wohl vor einem weißen Blatt sitzen bleiben.
Wie protestiert man also 'richtig' i.S.v. 'erfolgversprechend'? Ich weiß es nicht. Ich kann mir aber vorstellen, daß hochschulpolitische Forderungen, die eine Hochschulgruppe gesittet und im kleinen Kreis im Hinterzimmer des gutbürgerlichen Gasthauses aufschreibt ebenso ungehört bleiben wie solche, die ein bierseeliger Linksaktivist barfuß im Park skandiert.
Camping
...das Wetter in Trier eignete sich heute m.E. zu vielem, nicht aber zum Zelten. Trotzdem campen derzeit Trierer Studierende vor - oder vielleicht besser - hinter der Uni. Im Rahmen des diese Woche bundesweit stattfindenden Bildungsstreiks organisierten sie ein Campus Camp, in dem u.a. die die Streikwoche begleitenden Alternativveranstaltungen zum 'normalen' Uniprogramm stattfinden. Ob des momentanen Wetters kann ich zumindest den schon geäußerten Kritikpunkt, 'im Park sitzen' sei ja eh viel schöner als zu lernen, und deshalb würde man campieren und faul rumstreiken, nicht nachvollziehen. Andere Kritikpunkte der Streikgegner lesen sich dann teils noch absurder: Der ganze Streik sei ja eigentlich nur eine Aktion linker Gruppen, die die Schüler und Studenten noch vor der Bundestagswahl für ihre Zwecke instrumentalisieren. Soweit ich mich erinnern kann ist dies nicht der erste Streik von Lernenden für bessere Bildungsbedingungen und die Themen, die hier angesprochen werden, sind auch nicht irgendwie aus der Luft gegriffen - ganz im Gegenteil: Die Bildung in Deutschland ist im Begriff, sich stark zu ändern. An den Gymnasien fällt ein ganzes Schuljahr weg, an den Unis werden alle Studiengänge auf BA/MA umgestellt. Wenig verwundert es mich, daß es bei so starken Veränderungen auch Kritiker gibt, die auf einige Mißstände aufmerksam machen wollen. Was mich leider auch nicht mehr verwundert: Das Desinteresse und die starke Ablehmung vieler Studierender in Bezug auf Aktionen wie diesem Streik. Aber das ist wieder ein anderes Thema.
08 April 2009
Trick 17: Linie 14
Wie man im letzten Artikel vielleicht schon bemerkt hat, fahr ich mit dem Fahrrad lieber bergab. Oder anders: Ich sitze hier zwischen Stapeln geliehener Bücher, weshalb es durchaus vorkommt, daß ich mal einen Rückgabetermin verschlampe bzw. erst am letzten Tag der Leihfrist merke, daß ich ein Buch zurückgeben muß. Da es aus finanzieller Sicht ratsam ist, sowas (insbesondere über Feiertage) nicht zu verschleppen, muß ich dann schon mal recht kurzfristig und ungeplant in die Bibliothek.Zurück zum Bergabfahren: Ein stetiger Quell des Ärgers ist die Tatsache, daß irgendwer irgendwann entschieden hat, die Uni nicht in die Moselauen bei Euren, sondern auf ein Höhenplateau zu bauen. Der Weg zur Uni taugt also fahrradverkehrstechnisch nur mäßig - und das ist noch sehr euphemistisch umschrieben. Es war deswegen sogar schon einmal im Gespräch, auf der steilsten Strecke (durch Kürenz?) nach oben einen Fahrradlift zu bauen - aber weil das lustig und recht einmalig wär, kann man sich denken, daß so etwas nicht wirklich durchgesetzt wurde und auch niemals wird.
Zum Glück dürfen Studenten inzwischen neben den oft überfüllten und nur selten unnervigen Standardbuslinien (3, 13, 6, ...) nun auch mit der Linie 14 (Hbf, Gartenfeldstraße, Wissenschaftspark) hoch auf den 'Berg', ein Serviceangebot, das ich heute gerne genutzt habe. (Zusatztrick 17a: Steigt man schon 'Wasserturm' aus statt erst 'Campus II', bekommt man die schöne Abfahrt vom Wissenschaftspark umsonst dazu).
Schnell in die Bib, Bücher abgeben, und dann schnell wieder zurück in die Stadt.
Der Trick mit der Linie 14 hat jedoch leider einen Haken: Ich befürchte mal stark, daß diese zur Vorlesungszeit auch gut frequentiert sein wird. An eine Fahrradmitnahme ist dann sicherlich nicht zu denken.
Labels: Fahrradwelt, GPS, Trier, Uniwelt
10 Dezember 2008
Telefonumfragen...
...beantworte ich ja meist durch Auflegen. Neulich jedoch nicht, als ich von der Uni zum Thema 'Lebensqualität' angerufen wurde. (Die erfragten Indikatoren* fand ich zwar recht seltsam, aber was weiß denn ich? Ja, richtig, nichts). Was macht man nicht alles für Wissenschaft und Forschung!
Ein wenig informierter könnten die Umfrager jedoch schon sein, wenn der Angerufene vor der Umfrage erstmal wissen möchte, wie man denn an seine Telefonnummer gekommen ist. Man verwies mich an einen Verantwortlichen, bei dem ich mich dann auch erkundigte: Das Telefonlabor der Uni verwendet tatsächlich - und so soll es meiner Meinung auch sein - keine festen Datenbanken, sondern generiert die anzurufenden Nummern aus bestimmten Nummernblöcken (drei- bis achtstellig) per Algorithmus.
Das fröhliche empirische Sozialgeforsche der Damen und Herren Wissenschaftler darf man meines Erachtens gerne mal unterstützen, die Marktforschung hingegen darf sich ihre Daten von mir aus selbst ausdenken. So oder so gilt eh: Man darf bei einem Telefoninterview als Befragter auch gern alle Fragen unbeantwortet lassen, die einem nicht passen.
(* Parkplätze, ÖPNV, grüßt der Nachbar im Hausflur, fühlt man sich nachts auf der Straße sicher, welche Ecken der Stadt findet man besonders häßlich - sowas ähnliches halt iirc)
13 November 2008
Studentenproteste dauern an
...ich halte es für richtig und auch löblich, daß der AStA noch so lange Protestaktionen organisiert, wie sich demonstrationswillige Studierende finden oder - und das anzunehmen wäre utopisch - die Studienbedingungen an der Uni Trier sich nicht drastisch bessern.Auch diese Woche fand wieder ein Protesttag statt, der mit einer Demo durch die Stadt und den entsprechenden Kundgebungen endete (vgl. auch die Resolution zu den Protesten).
Nun kann wenigstens keiner mehr meckern, daß die Studierenden, statt einen Kreisverkehr zu besetzen, doch lieber mal durch die Stadt und Porta marschieren sollen. Ich sehe solche Demos von ihrem Nutzen her durchaus kritisch, zumindest wurden aber einige Passanten durch das Aufsehen und die Handzettel erreicht und die anwesende Presse hatte auch etwas zu filmen und fotografieren. Beachtlich ist, daß die Proteste auch in der Bevölkerung dann doch einigen Rückhalt haben, was sich u.a. an dem doch regen Interesse an den Handzetteln zeigte. Ein Passant proklamierte auf der Kundgebung sogar ein lautes 'die Ahnen muß weg' auf das die anwesenden Studierenden jedoch nicht einstiegen. Vielleicht auch besser so, da der 'Trauerzug' insgesamt sehr friedlich verlief und der Protest auch unter Verzicht auf phrasenhafte Wutäußerungen und Trillerpfeifen funktionierte.
Sehr klischeehaft dagegen war mal wieder das Motto der zu Grabe getragenen Bildung - inklusive Sarg und Trauerschleier und leichenblaß geschminkten Gesichtern. Aber was soll's. Schließlich ist das Sargtragen ja schon so fest in der Demokultur verankert wie die Fangesänge im Fußballstadion.
29 September 2008
Wohnungssituation zum Semesterbeginn
Gemütliche, sehr gepflegte, helle 1 Zimmer Whg. in Uninähe (trotzdem zentral), nette Nachbarschaft, großes Panoramafenster, ruhige Hinterhoflage. Frei ab sofort. Ideal für Studenten. Kaltmiete 580€ (zzgl. Nebenkosten), Kaution 2 Kaltmieten.(Foto: mwboeckmann auf flickr.com unter CC-Lizenz, Ausschnitt)
06 August 2008
Der Wurm ist drin
"... die von Ihnen gewünschte Veröffentlichung im auswärtigen Leihverkehr: XYZ konnte aus folgendem Grund nicht für Sie beschafft werden: Magisterarbeit ist über Fernleihe nicht lieferbar. Bitte wenden Sie sich an die FU Berlin." - ich brauche für meine Fernleihen ganz offensichtlich jemanden, der sich neben mich setzt und mir auf die Finger klopft, damit ich keinen Unsinn anstelle. Nachdem ich neulich ein Buch bestellte, das noch gar nicht erschienen war, nun also eins, das man überhaupt nicht per Fernleihe bekommt. Irgendwie fehlen mir im Online-Katalog die großen roten Warnhinweise mit der Aufschrift "Das nicht, du Trottel!" - die würden mir und der Bib Ärger und Arbeit ersparen. Da ich niemanden direkt an der FU kenne heißt es nun wohl "Gogo Gadgeto Teleporter".







