08 März 2010

GPS-Skyview mit GnomeCanvas und Ruby

Um mir GnomeCanvas mal ein bisschen anzusehen und das ein oder andere auszuprobieren hab ich mal ein kleines Testprogramm zusammengebastelt, das aus den Daten von gpsd einen Skyview erstellt, wie man ihn z.B. aus xgps kennt. Für die Daten habe ich dabei das gps gem von Nolan Darilek benutzt, das leider von sich aus nur die Anzahl der zur Zeit "aktiven" Satelliten durchreicht. Ich habe die Schnittstelle, die sich die Daten von gpds via localhost:2947 holt, also etwas aufgebohrt, damit ich schließlich auf die vollständige Liste der Satelliten (incl. PRN, SNR, Elevation, Azimuth) zugreifen konnte.

In meinem kleinen Programm werden die Satelliten dann als Ellipsen dargestellt, die zur Positionsbestimmung aktiven Satelliten mit schwarzer Umrandung, die anderen mit grauer (im Bild z.B. die 28). In der Ellipse wird jeweils die PRN angezeigt, je nach SNR sind die Ellipsen rot, gelb oder grün gefüllt. "Abhanden gekommene" Satelliten werden mit ihrer letzten Position in grau dargestellt (im Bild z.B. 2 und 4). Unter dem Canvas befindet sich noch ein Label mit der aktuellen Uhrzeit und lat und lon.

Die Umrechnung von Elevation und Azimuth ins karthesische Koordinatensystem hab ich aus dem Plasmoid GPSD client von "palo" von C++ nach Ruby übersetzt, auch das kleine Satelliten-Window-Icon stammt aus diesem Programm.

Die verwendeten Programme und Codeschnipsel stehen zwar alle unter GPL, ich werde mein Resultat trotzdem nicht veröffentlichen - u.a., weil mein Script ein schrecklich unsortierter Codehaufen ist, aber es tut. Wer trotzdem Interesse an meinem kleinen Script haben sollte, darf sich aber gerne melden.

Sollte ich demnächst (hoffen wir mal auf den Frühling und nettere Temperaturen) mal wieder mit Fahrrad, Netbook und tangoGPS unterwegs sein, nehm ich mein kleines Script natürlich mit.

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24 Mai 2009

Butzbachtal

...das Wetter läd ja eigentlich mal wieder zu Ausflügen in die nähere Umgebung ein. Vor ein paar Jahren war ich schon einmal im Butzbachtal, bei den Wasserfällen und den Putzlöchern und die waldeskühle dort eignet sich ganz hervorragend für Ausflüge an heißen Tagen. Leider war die damalige Wanderung eher eine Irrfahrt ins Ungewisse, so daß wir - wenn ich mich recht entsinne - die Sehenswürdigkeiten einzeln mit dem Auto anfuhren und jeweils irgendwelche Wege beschritten, die und teilweise nur mit großem Glück wieder zum Ausgangspunkt zurück führten. Ja, ich glaube wir haben uns ein bisschen dämlich angestellt.
Der erneute Besuch - ich will da allein schonmal hin um die Wasserfälle mal nicht halb ausgetrocknet zu sehen - des Butzbachtals gehört also ordentlicher geplant.
Auf der Seite des Landesvermessungsamtes gibt es z.B. eine Wanderroute als Empfehlung, die in Butzweiler startet und dort auch wieder endet. Die 8km lange Strecke gibt es auch gleich als ovl-Datei zum Download. Da ich mir das Ding aus Interesse mal in Google Earth ansehen wollte, schmiss ich GPSdings an, um diese Datei umzuwandeln.
Von ovl ins gpx-Format:
java -jar gpsdings.jar gpxovl butzerbachtal.ovl
Und das gpx dann für Google Earth nach kml:
java -jar gpsdings.jar gpxkml butzerbachtal.gpx
Bevor man sich auf dem nächsten Ausflug ins Butzbachtal wieder verirrt, kann man ja besser mal die ein odere andere Datei mit Koordinaten dabei haben.
Jetzt bleibt für mich nur noch zu klären, ob es "Butzbachtal", "Butzerbachtal" oder "Butzbacher Tal" bzw. "Butzbachertal" heißt (was ja eigentlich alles aufs gleiche hinausläuft) und, mal eine Busverbindung nach Butzweiler ausfindig zu machen.

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03 Mai 2009

Die Fahrradautobahn im Konzer Tälchen

...ich suche ja noch immer so ein bisschen nach einer netten Fahrradstrecke rund um Trier, die möglichst nicht daraus bestehen soll, enorme Steigungen zu überwinden. Klar ist, daß, fährt man immer nur bergab, man wohl nie wieder am Ausgangspunkt ankommen wird. Vielleicht in Bizarroworld oder so, aber lassen wir das...
Neulich testete ich mal die Eignung des Tals 'hinter' dem Mattheiser Wald, startend am Brubacher Hof und dann bis hoch zur Pellinger. Die Strecke ist ganz gut und ohne übermäßige Anstrengung zu fahren. Hat man dann den 'Höhenzug' erreicht, auf dem sich die Pellinger Straße schlängelt, darf man sich danach mit der Abfahrt nach Obermennig belohnen. Und die Belohnung geht dann über Niedermennig bis Konz weiter.
Da muß sich jemand gedacht haben: Da die Mosel das Tal um den Kommlinger Umlaufberg nicht mehr braucht, bauen wir hier eine gut ausgebaute Fahrradautobahn hin. Gute Entscheidung. Bis Konz kann man sich zurücklehnen und den Asphalt beruhigt unter sich her rauschen lassen. Von Konz aus gehts dann natürlich an der Mosel entlang wieder Richtung Trier, wobei ich persönlich den Weg links der Mosel bevorzuge.
Noch zu testen wäre jetzt ein alternativer Weg aus der Stadt zum Brubacher Hof, da der Aufstieg nach Mariahof eher nervig ist. Wahrscheinlich bietet sich der Weg durchs Avelertal, über Filsch, Irsch und Kernscheid an, um die Rundfahrt komplett zu machen.

(Bild: Höhenprofil der Strecke Brubacher Hof - Obermennig - Konz - Trier)

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08 April 2009

Trick 17: Linie 14

Wie man im letzten Artikel vielleicht schon bemerkt hat, fahr ich mit dem Fahrrad lieber bergab. Oder anders: Ich sitze hier zwischen Stapeln geliehener Bücher, weshalb es durchaus vorkommt, daß ich mal einen Rückgabetermin verschlampe bzw. erst am letzten Tag der Leihfrist merke, daß ich ein Buch zurückgeben muß. Da es aus finanzieller Sicht ratsam ist, sowas (insbesondere über Feiertage) nicht zu verschleppen, muß ich dann schon mal recht kurzfristig und ungeplant in die Bibliothek.
Zurück zum Bergabfahren: Ein stetiger Quell des Ärgers ist die Tatsache, daß irgendwer irgendwann entschieden hat, die Uni nicht in die Moselauen bei Euren, sondern auf ein Höhenplateau zu bauen. Der Weg zur Uni taugt also fahrradverkehrstechnisch nur mäßig - und das ist noch sehr euphemistisch umschrieben. Es war deswegen sogar schon einmal im Gespräch, auf der steilsten Strecke (durch Kürenz?) nach oben einen Fahrradlift zu bauen - aber weil das lustig und recht einmalig wär, kann man sich denken, daß so etwas nicht wirklich durchgesetzt wurde und auch niemals wird.
Zum Glück dürfen Studenten inzwischen neben den oft überfüllten und nur selten unnervigen Standardbuslinien (3, 13, 6, ...) nun auch mit der Linie 14 (Hbf, Gartenfeldstraße, Wissenschaftspark) hoch auf den 'Berg', ein Serviceangebot, das ich heute gerne genutzt habe. (Zusatztrick 17a: Steigt man schon 'Wasserturm' aus statt erst 'Campus II', bekommt man die schöne Abfahrt vom Wissenschaftspark umsonst dazu).
Schnell in die Bib, Bücher abgeben, und dann schnell wieder zurück in die Stadt.
Der Trick mit der Linie 14 hat jedoch leider einen Haken: Ich befürchte mal stark, daß diese zur Vorlesungszeit auch gut frequentiert sein wird. An eine Fahrradmitnahme ist dann sicherlich nicht zu denken.

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05 April 2009

Huiiiiiiii!

Gestern bin ich tief in den Wikimedia-Code getaucht, weil ich Wikimedia-Markup parsen wollte. Das Ergebnis war leider mehr als ärgerlich, diesen Ausflug hätte ich besser lassen sollen. Ich dachte noch "bevor ich an dem Markup selbst rumschneide" und "der Tokenizer aus eZ-Components ist auch noch nicht fertig, also..." - aber, naja. Irgendwann dämmerte es draußen und mir, daß das mit dem Parser wohl so nichts wird.
Da meine Lungen nach Sauerstoff und die müden Knochen nach Bewegung schrieen, wollte ich noch irgendwas unternehmen - und zwar möglichst unter freiem Himmel.
Glücklicherweise war gestern Astronomietag und somit die Trierer Sternwarten für Besucher geöffnet. Da ich schon immer mal wissen wollte, wo die Sternwarte ist und wie das Ding so aussieht, radelte ich also die inzwischen finstere Hunsrückstraße nach Irsch, beobachtete auf dem Weg schon die erste Sternschnuppe und an der Sternwarte angekommen netterweise durch die dort bereitgestellten Teleskope sogar ein paar Mondkrater. Ich hab zwar von Astronomie so viel Ahnung, wie ein Schluck Wasser vom Bergsteigen, aber durch ein Teleskop zu blicken gehört zu den Dingen, die man definitiv mal gemacht haben sollte (*abhak*).
Der Rückweg ging dann erstaunlich schnell. Erstaunlich deshalb, weil ich den Höhenunterschied auf dem Weg nach Irsch gar nicht so stark bemerkt hatte. Ich hab mal die auf dem Weg aufgezeichneten GPS-Daten zu einem Höhenprofil zusammengebastelt und dabei hoffentlich die Abstände der Meßpunkte einigermaßen richtig berechnet. Wie man sieht, ging es gut bergab und man konnte sich praktisch einfach in die Stadt fallen lassen. Huiiiiiiii! Wenn nur alles so schnell und einfach ging...

(Abbildung1: aufgezeichneter GPS-Track von Trier-Irsch (Sternwarte) in die Innenstadt (Domfreihof), Karte: OSM; Abbildung2: Höhenprofil der Strecke)

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03 April 2009

GPSgelogge

...gestern musste ich dann doch mal für ein Stündchen raus. Zu wenig Regen, um den ganzen Tag am Rechner zu sitzen. Und da hier zufällig momentan ein lustiges Mal-testen-Gimmick in Form einer Navilock-NL-302U-GPS-Maus rumlag und der blaue Himmel eine gute Sicht auf die Satelliten versprach - was lag da näher als bei einer kleinen Fahrradtour mal ein paar GPS-Daten mitzuloggen.
Da ich nicht nur einfach loggen (gpslogger oder so, Zugriff auf die Maus mit gpsd, eh klar), sondern möglichst auch ein bisschen ansehnliches Kartenmaterial mitführen wollte, verzweifelte ich zuerst daran, OSM mit Mapnik zu rendern, um das Resultat dann in GpsDrive zu nutzen. Es tat nicht so, wie es sollte. Runtergeladene Expedia- oder Google-Maps, alles kein Problem - stur wie ich bin wollte ich aber OSM. Deswegen fiel mir das großartige tangoGPS in die Hände, das meine Ansprüche mehr als abdeckte: OSM-Karten per Klick, Loggen in eine einfache CSV-Datei.
Los gings. Auf dem Bild sieht man den aufgezeichneten Track (grün) auf dem Fahrradweg (blau) rund um ein Hafenbecken. Ähnlichkeiten sind deutlich erkennbar, die Prüfung der OSM-Daten für die abgefahrene Strecke hak ich mal als bestanden ab.
Nimmt man nun die Daten aus dem GPS-Log und schreibt sie quick+dirty nach KML um, kann man sich das ganze dann auch mit GoogleEarth ansehen. Vielleicht schreib ich dafür mal ein kleines Script - da aber in bälde keine Exkursion droht, wofür ich das produktiv einsetzen könnte, nicht grad mehr heute.
(P.S.: dieser Text entstand stilistisch und formal auch mehr als quick+dirty. keinezeitkeinezeit)

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21 Februar 2007

Open Source GIS

...heute hab ich mich mal ganz nebenbei ein bisschen mit Quantum GIS (qgis) beschäftigt. Aber was heisst schon 'beschäftigt'? Keine Zeit, also mehr 'nebenbei' als 'beschäftigt'. Und um das Ding für die Auswertung des Geländes wirklich einzusetzen, fehlen uns einfach die Höhendaten. Ohne macht ja keinen Spaß - für 'nur' 2D unser Gelände zu GISen, für ein bisschen Flächennutzung und ein paar Neigungswinkel? Och nö. Wir sind zwar heute ein wenig mit dem Geko 201 GPS rumgelaufen, mehr als 5 bis zehn Koordinaten kamen dabei aber nicht rum. Schlechter Empfang. Meist lag 'weiter oben' tiefer als 'unten'. Pech. Wenn ich an die Daten drankommen sollte, könnte ich die aber mal einpflegen, vielleicht gibts dann ja ein Bild.

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