31 Mai 2018

Erdbeerernte

...die Erdbeerpflänzchen von letztem Jahr (oder waren sie schon von vorletztem Jahr?) haben den Winter gut überstanden, sind inzwischen prima in die Höhe geschossen und produzieren fantastische Erdbeeren.
Der Ertrag ist natürlich etwas dürftig, aber dafür sehen die Früchte aus wie aus dem Fotoarchiv und der Geschmack ist durch die Sonnenstunden der letzten Tage großartig. Da sollte ich mir doch wirklich mal überlegen, ob irgendwo im Garten nicht noch ein bisschen Platz für weitere Ableger ist.

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25 Mai 2018

Giant Prime E+2 - die ersten 1000km

Inzwischen habe ich bei dem Giant Prime E+2 GTS (2017) die ersten 1000km auf dem Tacho. Leider war schon der Kauf im Netz etwas ärgerlich, da die Spedition das neue Rad bereits ramponiert angeliefert hat. Der Schaden wurde zwar behoben, aber blöd ist es trotzdem.
Bremsen
Der erste richtige Wartungsaufwand war bei ca. km 500: Die Bremsbeläge der Vorderradbremse haben das Mittelgebirge nicht vertragen. Nicht weiter schlimm, denn solche Beläge sind schnell gewechselt. Leider ließ der Zug am Bremshebel auch zu wünschen übrig, also musste die Bremse entlüftet werden - dazu braucht man dann die Hydraulikflüssigkeit, ein bisschen Werkzeug und das ganze kann zu einer schmierigen Sauerei werden, wenn man so ungeschickt ist, wie ich.
Bei km 1000 waren dann die Bremsbeläge vorne und hinten dran und mussten auch jeweils entlüftet werden. Ich habe keinen Schimmer, ob dieser Verschleiß noch im normalen Rahmen ist, aber wenn ich mich hier jeden Tag den Berg runterstürze, muss ich halt auch manchmal bremsen.
Reifen
Kurz nach der 1000-km-Wartung dann der erste Platten (hinten). Gut, dass das an einem Wochentag in der Stadt passiert ist, da ich recht unkompliziert in einer Werkstatt einen neuen Schlauch einziehen lassen konnte. Unschön war dann allerdings, dass 8km später auf der Rückfahrt das gleiche Rad wieder platt war. Das bedeutete dann, das letzte Stück zu schieben. Spätestens danach war dass der Mantel seitlich eingerissen. Der Schwalbe Energizer Life Reflex-Mantel, der ab Werk verbaut war, wirkte auch insgesamt etwas sehr dünn, obwohl er eigentlich noch Profil hatte. Also neuen Mantel drauf, neuen Schlauch rein.
Schaltung
Was kann man überhaupt nicht gebrauchen, wenn man durch strömenden Regen die letzten 7 oder 8 km nach Hause fährt? Richtig, eine Kette, die abspringt. Genau das ist mir natürlich passiert, weil die Schaltung nicht zu hundert Prozent eingestellt war, der Regen komplett die Schmierstoffe von der Kette gewaschen hatte und dann noch die 80Nm von dem Yamaha-Motor an dem ganzen Gewühl rissen. Wenn einem die Kette dann von der Kurbel springt, nimmt einem das dieser Komische Chainglider, der als Kettenschutz verbaut ist, sehr übel und zerspringt in seine Einzelteile. Die Schaltung nur etwas nachzustellen hatte inzwischen keinen Sinn mehr, also habe ich sie bei 1000km komplett neu eingestellt. Inzwischen rutscht aber hin und wieder mal die Kette über eines der kleinen Ritzel. Mal sehen, wie lange Kassette und Kette noch halten.
Motor und Akku
Da ich das Rad hauptsächlich zum Pendeln nutze, ist die Reichweite für mich vollkommen ausreichend und ich komme auch gut die 30km über die Berge in die Stadt und zurück. Für größere Runden z.B. hier durch die Mittelgebirge ist der Akku mit seinen 409 Wh jedoch zu klein, da der Motor enorm frisst, wenn man steile Strecken überwindet - und dazu ist er ja eigentlich da.
Fazit
Man merkt leider ein wenig, dass bei dem Giant Prime E+2 ab Werk nicht nur die besten Teile verbaut sind. Verschleißteile müssen dann halt ersetzt werden - und dann sollte man vielleicht zu qualitativ hochwertigeren Komponenten greifen.
Ärgerlich ist der hohe Wartungsaufwand der hydraulischen Scheibenbremsen, die aber, wenn sie richtig überholt sind, eine ganz gute Arbeit leisten.
Die Deore-Schaltung mit den 10 Gängen war bei der Anschaffung hier für die Hügel nett gemeint, aber lohnt sich bei so einem Pedelec kaum. Eine wartungsärmere Nabelschaltung hätte auch durchaus gereicht, da man am Berg eh im kleinsten Gang fährt und sonst mit dem schweren Klotz (das Ding wiegt 25,2kg) auch nicht eben sportlich unterwegs ist. Die Übersetzung ist natürlich auch auf die maximal 25km/h des Motors ausgelegt und somit ein Witz, da man ab 30km/h schon ins leere tritt.
Super dagegen ist die Beleuchtung mit ihren 40 Lux - sowas bin ich bei Rädern nicht gewohnt. Man sieht halt im Gegensatz zu einer Funzel am Nabendynamo mit so einer akkubetriebenen Birne tatsächlich mal etwas.
Und wie ich es mir schon vorher gedacht habe, reicht mir so ein Pedelec eigentlich nicht. Die 25km/h reichen nicht, die 250W reichen nicht, selbst die 80Nm reichen kaum. Der Bosch Active Line, der in vielen Rädern verbaut ist, hat im Gegensatz nur 40Nm. Ich bezweifle, dass ich mit dem hier überhaupt den Berg hochfahren könnte. Entsprechend ist der Werbeslogan "entdecke die Stadt" - aber wozu braucht man in "der Stadt" (also wohl im Flachland) überhaupt einen Motor am Rad? Wahrscheinlich nur, um den schweren Akku bewegen zu können.
Für mich bleibt ein Pedelec ein Rentner- oder Pendlerfahrrad und ja, es erfüllt seinen Zweck, mehr jedoch auch nicht. Das Giant Prime E+2 ist da (trotz des Yamaha-Motors) keine Ausnahme. Es eignet sich zum Kurzstrecken-Pendeln, auch wenn der Verschleiß etwas geringer ausfallen könnte.



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11 März 2018

Gefälle 1, Resin 0

"Hallo", sagte der Bremsbelag, "ich bin ein Scheibenbremsbelag aus Resin und ich arbeite hier jetzt."
"Na, mal sehen wie lange noch", antwortete das deutsche Mittelgebirge.

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19 September 2017

Baumarktregalumgestaltung

oder: Wie man aus einem öden Sperrmüllregal knorke Shabby-chic-Kisten bastelt.

Kennt man ja, diese Baumarktregale, die es hier und da mal als Sonderangebot für 8,99€ gibt und die eigentlich nur ein paar zusammengetackerte Holzlatten sind. Von den Dingern gab es hier mindestens eines zu viel. Kein Platz und kein Bedarf um es irgendwo hinzustellen und so richtig stabil sind die Teile ja nun auch nicht. Aber wegschmeißen ist auch zu Schade.
Die Einlegeböden bestehen ja tatsächlich nur aus Holzlatten, also kann man recht einfach etwas bauen, das auch nur aus Latten besteht - Holzkisten, wie man sie als Weinkisten oder Obstkisten kennt und die ja inzwischen auch ihren Weg - so wie Paletten - in Jugendzimmer und WG-Küchen finden, warum auch immer.
Zum Basteln brauchen wir:
  • Akkuschrauber (Man ist ja schließlich faul)
  • Stichsäge (Klar geht auch ein Fuchsschwanz oder so, aber was soll das denn, man hat doch nicht ewig Zeit für den Quatsch)
  • Bohrer zum Vorbohren der Löcher (Schließlich ist man ja ein ordentlicher Haushalt und will auch nicht, dass die Latten beim Verschrauben zerspratzen)
  • pro Kiste so ca. 36 Schrauben
Erstmal werden alle Einlegeböden rausgeschraubt. Für eine große Kiste braucht man zwei Einlegeböden und eine der vier Seiten ... "Wangen" ... Stand-dings ... Latten. Die Böden werden zersägt und bilden dann die vier Seiten der Kiste.
Das Regal war 80cm breit, ich habe mich für die unästhetische Aufteilung von 50cm - 30cm entschieden. Also mit der Stichsäge durchrattern, an den Enden Löcher reinknallen und Schrauben reinhauen. Soll ja nichts Dolles werden, also kommen die Schrauben aus dem Fundus, den man so rumliegen hat - aus dieser Zigarrenkiste oder ausgespülten Zaziki-Dose (oder was auch immer) mit den Schrauben, die man schon irgendwo rausgezogen hat, die fast ausgenuddelt sind, bisschen rostig, oder mal mit angestrichen wurden, sowas halt.
Dann brauch die Kiste noch einen Boden. Ein Seitenteil zersägt in 5 Latten von je 32cm (Kistentiefe) plus Rest, Löcher gebohrt und von unten rangesetzt. Hierbei je zwei Schrauben, man weiß ja nicht ob da nicht doch mal was Schweres in die Kiste kommt. So, fertig ist das Ding. Kann man noch anstreichen oder dem nen Namen geben oder so aber im Groben war's das schon.
Aus einem Regal mit fünf Einlegeböden kann man zwei große Kisten und eine kleine (halbhohe) Kiste bauen, oder maximal eine große Kiste und drei kleine Kisten. Die große Kiste jeweils aus zwei, die kleine Kiste aus einem Einlegeboden. Die kleinen, flachen Kisten eignen sich vielleicht ganz gut zum Einlagern von Äpfeln, die hohen Kisten könnte man auch umdrehen, nen Sitzkissen drauftun, bisschen Filz unter die Füße kleben und als Sitzhocker verwenden. Aber das muss jeder selber wissen, was er mit den Dingern anstellt, ich glaub ich tu da meine Säcke mit Spachtelmasse, Fliesenkleber und so rein.


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04 Mai 2017

25-Zone

Meinten Sie: 30-Zone
Nö. Meinte ich nicht. Für Pkw gilt in vielen verkehrsberuhigten Wohngebieten Tempo 30, für Fahrräder gilt es anscheinend, noch beruhigter am Verkehr teilzunehmen. Natürlich gilt für Fahrräder kein generelles Tempolimit, aber wo kann man überhaupt mit dem Rad zügig von A nach B kommen? Auf den herkömmlichen Radwegen jedenfalls meist nicht, da sich diese oft durch Bushaltestellen und über Bürgersteige schlängeln, alle paar Meter Straßen und Einmündungen kreuzen oder von Hindernissen unterbrochen werden.
Das Drama ist bekannt und ein Lösungsvorschlag lautet, dass Fahrräder halt auch auf die Straße gehören. Stellt man sich morgens in Trier zum schönsten Berufsverkehr in die Abgaswolke (durch die viele Grundschüler jeden Tag spazieren), kommt man schnell auf den Gedanken, dass es doch nett wäre, wenn viel mehr Leute auf das Rad umsteigen. Dies wird aber auch weiterhin nicht passieren, wenn man den Radfahrern nur anbietet, gegen Autos, Busse und LKW um den Asphalt der Straße zu kämpfen.
Was muss also zuerst kommen: Mehr Radfahrer, damit eine vernünftige Infrastruktur auch in der Stadtplanung berücksichtigt wird? Oder muss es erst bessere Radwege geben, damit mehr Autofahrer auf's Rad umsteigen?
Für Pendler in die Trierer Innenstadt (oder z.B. aus der Stadt zur Universität) ist der Umstieg bisher eher wenig attraktiv, da zudem noch einige Höhenmeter überwunden werden müssen. Kein Problem, schließlich gibt es ja inzwischen Pedelecs, könnte man einwenden. Leider unterstützen diese Dinger aus einem mir völlig unverständlichen Grund nur bis 25 km/h - bei jeder Geschwindigkeit darüber strampelt man sich auf einem schweren Rad ab und schleppt Motor und Batterie nur durch die Gegend. Die schnelleren S-Pedelecs muss man dann wieder anmelden (das geht ja noch), es besteht Helmpflicht (von mir aus) und (aber jetzt kommt's) dürfen nicht auf Radwege. Auch nicht auf Radschnellwege.
Für Trier hieße das Pendeln mit einem schnellen Elektrobike in die Innenstadt also, dass man auf Landesstraßen oder schlimmstenfalls Bundesstraßen fahren muss, wenn es keine Möglichkeit gibt, sich im Zickzack durch irgendwelche Vorortwohngebiete zu schleichen.
Für den Radverkehr wird also anscheinend eine Geschwindigkeit von 25 km/h angenommen, in Bereichen, in denen der "Radweg" über Bürgersteige geführt ist offensichtlich noch eine weitaus geringere.
Mit diesem Verständnis des Radfahrers irgendwo zwischen Vorschüler mit Stützrädern und Oma mit Einkaufsnetz am Lenker bekommt man halt keinen Pendler aus seinem Auto raus. Da helfen keine markierten Rdwege, wenn sie unbenutzbar sind, da helfen weder Warnweste noch Helm, wenn die Straße den Autos gehört, da hilft kein Elektromotor, wenn er gesetzlich abgewürgt wird und da hilft auch kein Radschnellweg, wenn man ihn mit einem schnellen Rad nicht benutzen darf.

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01 April 2017

Amt Angerland

Ich glaube nicht, dass es etwas mit dem heutigen Datum zu tun hat, aber Google Maps hat das Amt Angerland wieder in sein Kartenmaterial eingepflegt. Das ist natürlich sehr zuvorkommend für Leute, die vor 1974 das letzte mal in der Gegend waren und sich jetzt wieder zurechtfinden wollen. Immerhin ist die Beschriftung auf der Karte korrekt am ehemaligen Sitz der Amtsverwaltung.

(Bild: Screenshotausschnitt maps.google.de)

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22 März 2017

weniger

...hat nur winega Monate gedauert und schon war der Fehler korrigiert.

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28 Dezember 2016

düwi B402A (CH-1) mit ELRO HE853 schalten

...bei Funksteckdosen und dem ganzen Funkgeschalte für den Hausgebrauch gilt leider das gleiche wie für den Freitag ab eins: Da macht jeder seins. Was Protokolle und Befehle angeht, wurstelt scheinbar jeder Hersteller von Baumarktfunkschaltern und Heimautomatisierungszubehör so vor sich hin, alles funkt wild durcheinander, aber kein Gerät von Hersteller A funktioniert zuverlässig mit Geräten von Hersteller B. Dafür kann man dann aber auch nicht ausschließen, daß beim Nachbarn die Garage auf- und zugeht, wenn man nur die Weihnachtsbaumlichterkette auf dem Balkon schalten möchte.

Natürlich sind viele Geräte verschiedener Hersteller dann doch irgendwie ähnlich oder baugleich. Bei mir liegt zum Beispiel seit längerem ein Paar Funksteckdosen düwi B402A (leider beide Channel 1) rum, die nicht nur äußerlich so aussehen wie die ELRO AB601S, sondern auch mindestens kompatibel, wenn nicht gleich sind.

Wie der Zufall will habe ich hier auch einen ELRO HOME Easy HE853 USB-Dongle liegen, der auch als AB600USB verkauft wird und sowohl die HOME-Easy- als auch die AB600-Serie schalten kann.

Um die USB-Funkfernbedienung anzusprechen nutze ich he853-remote, das ein kleines CLI-Programm mitbringt, dem man eine Device-ID und einen Schaltzustand (0 bzw. 1 für aus bzw. an) übergeben kann. Der Dongle schaltet dann das Device mit der entsprechenden ID an bzw. aus.

Meine düwi-Funksteckdosen haben keine DIP-Schalter, die Device-ID lässt sich also nicht einstellen. Um herauszufinden, welche IDs vergeben wurden, hab ich also mal den HE853 ne ganze Menge IDs in einer Schleife durchschalten lassen, bis sich die Steckdosen tatsächlich gerührt haben:

düwi B402A (CH-1)
Codierung  Device-ID  Bytes
A          656        05 05
B          5030       45 05
C          15236      15 05
D          19610      55 05

he853-remote kann wahlweise ein Protokoll für UK (sendRfData_UK) oder das für Deutschland (sendRfData_GER) senden. Die düwi-Dosen funktionieren interessanter Weise mit dem englischen. Hierzu einfach in der main.cpp von he853-remote remote->sendUK((uint16_t)deviceId, (uint8_t)command); setzen.

Den Datenblock, den he853-remote da losschickt, habe ich mir natürlich auch mal ausgeben lassen. Für Device 656 mit Befehl "an" sieht der dann wie folgt aus: 

00 01 00 20 03 CA 00 00 00
00 02 00 20 60 60 20 18 12
00 03 05 05 15 00 00 00 00
00 04 00 00 00 00 00 00 00
00 05 00 00 00 00 00 00 00


Interessant sind hierbei die Bytes in der dritten Reihe. Hinter zwei Zählbytes schließen sich zwei (fett) an, die sich aus der Device-ID berechnen. Für die IDs der düwi-Steckdosen siehe obige Tabelle. Das nachfolgende Byte (unterstrichen) steht für "an" oder "aus". In he853-remote wird es auf 0x14 bzw. 0x15 gesetzt, 0x00 und 0xFF funktionieren aber ebenso.

Leider kann ich nicht herausfinden, wie der zweite Kanal geschaltet wird, da ich nur CH-1-Empfänger habe.

Bisher bin ich daran gescheitert, einen Flamingo SF-500S (smartwares.eu) anzulernen oder einen angelernten zu schalten. Hierzu müsste man wahrscheinlich wissen, wie die Bytes der ersten beiden Datenblock-Zeilen auszusehen haben. Ebenso wäre es noch interessant zu wissen, wie man mit dem HE853 Empfänger von Intertechno ansprechen muß. Anlernen ließen die sich in einem ersten Versuch auch nicht.

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25 September 2016

winegar

...die Linkbeschriftung, um auf ebay eine aufgeklappte Leiste wieder zuzuklappen, ist dann doch etwas seltsam geraten. Meinten Sie "weniger"?

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04 August 2016

Urwald

Da schaut man mal zwei Regentage nicht in den Garten und dann lauert da eine kiloschwere Zucchini auf einen.
Und, ja, dieses Jahr ist Urwaldstil im Kleingarten angesagt. Das muss so aussehen.

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