19 September 2017

Baumarktregalumgestaltung

oder: Wie man aus einem öden Sperrmüllregal knorke Shabby-chic-Kisten bastelt.

Kennt man ja, diese Baumarktregale, die es hier und da mal als Sonderangebot für 8,99€ gibt und die eigentlich nur ein paar zusammengetackerte Holzlatten sind. Von den Dingern gab es hier mindestens eines zu viel. Kein Platz und kein Bedarf um es irgendwo hinzustellen und so richtig stabil sind die Teile ja nun auch nicht. Aber wegschmeißen ist auch zu Schade.
Die Einlegeböden bestehen ja tatsächlich nur aus Holzlatten, also kann man recht einfach etwas bauen, das auch nur aus Latten besteht - Holzkisten, wie man sie als Weinkisten oder Obstkisten kennt und die ja inzwischen auch ihren Weg - so wie Paletten - in Jugendzimmer und WG-Küchen finden, warum auch immer.
Zum Basteln brauchen wir:
  • Akkuschrauber (Man ist ja schließlich faul)
  • Stichsäge (Klar geht auch ein Fuchsschwanz oder so, aber was soll das denn, man hat doch nicht ewig Zeit für den Quatsch)
  • Bohrer zum Vorbohren der Löcher (Schließlich ist man ja ein ordentlicher Haushalt und will auch nicht, dass die Latten beim Verschrauben zerspratzen)
  • pro Kiste so ca. 36 Schrauben
Erstmal werden alle Einlegeböden rausgeschraubt. Für eine große Kiste braucht man zwei Einlegeböden und eine der vier Seiten ... "Wangen" ... Stand-dings ... Latten. Die Böden werden zersägt und bilden dann die vier Seiten der Kiste.
Das Regal war 80cm breit, ich habe mich für die unästhetische Aufteilung von 50cm - 30cm entschieden. Also mit der Stichsäge durchrattern, an den Enden Löcher reinknallen und Schrauben reinhauen. Soll ja nichts Dolles werden, also kommen die Schrauben aus dem Fundus, den man so rumliegen hat - aus dieser Zigarrenkiste oder ausgespülten Zaziki-Dose (oder was auch immer) mit den Schrauben, die man schon irgendwo rausgezogen hat, die fast ausgenuddelt sind, bisschen rostig, oder mal mit angestrichen wurden, sowas halt.
Dann brauch die Kiste noch einen Boden. Ein Seitenteil zersägt in 5 Latten von je 32cm (Kistentiefe) plus Rest, Löcher gebohrt und von unten rangesetzt. Hierbei je zwei Schrauben, man weiß ja nicht ob da nicht doch mal was Schweres in die Kiste kommt. So, fertig ist das Ding. Kann man noch anstreichen oder dem nen Namen geben oder so aber im Groben war's das schon.
Aus einem Regal mit fünf Einlegeböden kann man zwei große Kisten und eine kleine (halbhohe) Kiste bauen, oder maximal eine große Kiste und drei kleine Kisten. Die große Kiste jeweils aus zwei, die kleine Kiste aus einem Einlegeboden. Die kleinen, flachen Kisten eignen sich vielleicht ganz gut zum Einlagern von Äpfeln, die hohen Kisten könnte man auch umdrehen, nen Sitzkissen drauftun, bisschen Filz unter die Füße kleben und als Sitzhocker verwenden. Aber das muss jeder selber wissen, was er mit den Dingern anstellt, ich glaub ich tu da meine Säcke mit Spachtelmasse, Fliesenkleber und so rein.


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04 Mai 2017

25-Zone

Meinten Sie: 30-Zone
Nö. Meinte ich nicht. Für Pkw gilt in vielen verkehrsberuhigten Wohngebieten Tempo 30, für Fahrräder gilt es anscheinend, noch beruhigter am Verkehr teilzunehmen. Natürlich gilt für Fahrräder kein generelles Tempolimit, aber wo kann man überhaupt mit dem Rad zügig von A nach B kommen? Auf den herkömmlichen Radwegen jedenfalls meist nicht, da sich diese oft durch Bushaltestellen und über Bürgersteige schlängeln, alle paar Meter Straßen und Einmündungen kreuzen oder von Hindernissen unterbrochen werden.
Das Drama ist bekannt und ein Lösungsvorschlag lautet, dass Fahrräder halt auch auf die Straße gehören. Stellt man sich morgens in Trier zum schönsten Berufsverkehr in die Abgaswolke (durch die viele Grundschüler jeden Tag spazieren), kommt man schnell auf den Gedanken, dass es doch nett wäre, wenn viel mehr Leute auf das Rad umsteigen. Dies wird aber auch weiterhin nicht passieren, wenn man den Radfahrern nur anbietet, gegen Autos, Busse und LKW um den Asphalt der Straße zu kämpfen.
Was muss also zuerst kommen: Mehr Radfahrer, damit eine vernünftige Infrastruktur auch in der Stadtplanung berücksichtigt wird? Oder muss es erst bessere Radwege geben, damit mehr Autofahrer auf's Rad umsteigen?
Für Pendler in die Trierer Innenstadt (oder z.B. aus der Stadt zur Universität) ist der Umstieg bisher eher wenig attraktiv, da zudem noch einige Höhenmeter überwunden werden müssen. Kein Problem, schließlich gibt es ja inzwischen Pedelecs, könnte man einwenden. Leider unterstützen diese Dinger aus einem mir völlig unverständlichen Grund nur bis 25 km/h - bei jeder Geschwindigkeit darüber strampelt man sich auf einem schweren Rad ab und schleppt Motor und Batterie nur durch die Gegend. Die schnelleren S-Pedelecs muss man dann wieder anmelden (das geht ja noch), es besteht Helmpflicht (von mir aus) und (aber jetzt kommt's) dürfen nicht auf Radwege. Auch nicht auf Radschnellwege.
Für Trier hieße das Pendeln mit einem schnellen Elektrobike in die Innenstadt also, dass man auf Landesstraßen oder schlimmstenfalls Bundesstraßen fahren muss, wenn es keine Möglichkeit gibt, sich im Zickzack durch irgendwelche Vorortwohngebiete zu schleichen.
Für den Radverkehr wird also anscheinend eine Geschwindigkeit von 25 km/h angenommen, in Bereichen, in denen der "Radweg" über Bürgersteige geführt ist offensichtlich noch eine weitaus geringere.
Mit diesem Verständnis des Radfahrers irgendwo zwischen Vorschüler mit Stützrädern und Oma mit Einkaufsnetz am Lenker bekommt man halt keinen Pendler aus seinem Auto raus. Da helfen keine markierten Rdwege, wenn sie unbenutzbar sind, da helfen weder Warnweste noch Helm, wenn die Straße den Autos gehört, da hilft kein Elektromotor, wenn er gesetzlich abgewürgt wird und da hilft auch kein Radschnellweg, wenn man ihn mit einem schnellen Rad nicht benutzen darf.

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01 April 2017

Amt Angerland

Ich glaube nicht, dass es etwas mit dem heutigen Datum zu tun hat, aber Google Maps hat das Amt Angerland wieder in sein Kartenmaterial eingepflegt. Das ist natürlich sehr zuvorkommend für Leute, die vor 1974 das letzte mal in der Gegend waren und sich jetzt wieder zurechtfinden wollen. Immerhin ist die Beschriftung auf der Karte korrekt am ehemaligen Sitz der Amtsverwaltung.

(Bild: Screenshotausschnitt maps.google.de)

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22 März 2017

weniger

...hat nur winega Monate gedauert und schon war der Fehler korrigiert.

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28 Dezember 2016

düwi B402A (CH-1) mit ELRO HE853 schalten

...bei Funksteckdosen und dem ganzen Funkgeschalte für den Hausgebrauch gilt leider das gleiche wie für den Freitag ab eins: Da macht jeder seins. Was Protokolle und Befehle angeht, wurstelt scheinbar jeder Hersteller von Baumarktfunkschaltern und Heimautomatisierungszubehör so vor sich hin, alles funkt wild durcheinander, aber kein Gerät von Hersteller A funktioniert zuverlässig mit Geräten von Hersteller B. Dafür kann man dann aber auch nicht ausschließen, daß beim Nachbarn die Garage auf- und zugeht, wenn man nur die Weihnachtsbaumlichterkette auf dem Balkon schalten möchte.

Natürlich sind viele Geräte verschiedener Hersteller dann doch irgendwie ähnlich oder baugleich. Bei mir liegt zum Beispiel seit längerem ein Paar Funksteckdosen düwi B402A (leider beide Channel 1) rum, die nicht nur äußerlich so aussehen wie die ELRO AB601S, sondern auch mindestens kompatibel, wenn nicht gleich sind.

Wie der Zufall will habe ich hier auch einen ELRO HOME Easy HE853 USB-Dongle liegen, der auch als AB600USB verkauft wird und sowohl die HOME-Easy- als auch die AB600-Serie schalten kann.

Um die USB-Funkfernbedienung anzusprechen nutze ich he853-remote, das ein kleines CLI-Programm mitbringt, dem man eine Device-ID und einen Schaltzustand (0 bzw. 1 für aus bzw. an) übergeben kann. Der Dongle schaltet dann das Device mit der entsprechenden ID an bzw. aus.

Meine düwi-Funksteckdosen haben keine DIP-Schalter, die Device-ID lässt sich also nicht einstellen. Um herauszufinden, welche IDs vergeben wurden, hab ich also mal den HE853 ne ganze Menge IDs in einer Schleife durchschalten lassen, bis sich die Steckdosen tatsächlich gerührt haben:

düwi B402A (CH-1)
Codierung  Device-ID  Bytes
A          656        05 05
B          5030       45 05
C          15236      15 05
D          19610      55 05

he853-remote kann wahlweise ein Protokoll für UK (sendRfData_UK) oder das für Deutschland (sendRfData_GER) senden. Die düwi-Dosen funktionieren interessanter Weise mit dem englischen. Hierzu einfach in der main.cpp von he853-remote remote->sendUK((uint16_t)deviceId, (uint8_t)command); setzen.

Den Datenblock, den he853-remote da losschickt, habe ich mir natürlich auch mal ausgeben lassen. Für Device 656 mit Befehl "an" sieht der dann wie folgt aus: 

00 01 00 20 03 CA 00 00 00
00 02 00 20 60 60 20 18 12
00 03 05 05 15 00 00 00 00
00 04 00 00 00 00 00 00 00
00 05 00 00 00 00 00 00 00


Interessant sind hierbei die Bytes in der dritten Reihe. Hinter zwei Zählbytes schließen sich zwei (fett) an, die sich aus der Device-ID berechnen. Für die IDs der düwi-Steckdosen siehe obige Tabelle. Das nachfolgende Byte (unterstrichen) steht für "an" oder "aus". In he853-remote wird es auf 0x14 bzw. 0x15 gesetzt, 0x00 und 0xFF funktionieren aber ebenso.

Leider kann ich nicht herausfinden, wie der zweite Kanal geschaltet wird, da ich nur CH-1-Empfänger habe.

Bisher bin ich daran gescheitert, einen Flamingo SF-500S (smartwares.eu) anzulernen oder einen angelernten zu schalten. Hierzu müsste man wahrscheinlich wissen, wie die Bytes der ersten beiden Datenblock-Zeilen auszusehen haben. Ebenso wäre es noch interessant zu wissen, wie man mit dem HE853 Empfänger von Intertechno ansprechen muß. Anlernen ließen die sich in einem ersten Versuch auch nicht.

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25 September 2016

winegar

...die Linkbeschriftung, um auf ebay eine aufgeklappte Leiste wieder zuzuklappen, ist dann doch etwas seltsam geraten. Meinten Sie "weniger"?

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04 August 2016

Urwald

Da schaut man mal zwei Regentage nicht in den Garten und dann lauert da eine kiloschwere Zucchini auf einen.
Und, ja, dieses Jahr ist Urwaldstil im Kleingarten angesagt. Das muss so aussehen.

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07 Juli 2016

my Mulch brings all the birds in the yard

Nein, der Vogel ist nicht tot, der liegt da nur aufgeplustert rum. Kaum hat man mal ein paar Hände Rindenmulch in die Beete geschmissen, schon versammeln sich um die Mittagszeit alle Amseln der Gegend und nehmen ein Sonnenbad. Warum die das ausschließlich hier auf diesem groben Mulch machen und sonst nirgendwo anders - ich habe keinen blassen Schimmer.

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10 Mai 2016

Windows

...ich hatte schon fast vergessen, wie sehr es nervt. Und dann gibt es auch noch Probleme mit dem "Wiedergeben von Audiodataeien".

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08 Mai 2016

Was vom Winter übrig blieb

Da der Grünkohl letztes Jahr viel zu spät kam, habe ich ihn zusammen mit anderen Pflänzchen unter der Frühbeetabdeckung überwintern lassen - was natürlich quatsch war, weil was soll ich nun mit den winzigen Grühnkohlpflänzchen anfangen? Rechts vorne hatte sich im Beet irgendwie Staunässe gebildet, vielleicht ist da das ganze verdunstete Wasser hingetropft, die Petersilie hat den Winter jedenfalls nicht überlebt.

So ziemlich alles, was ich dieses Jahr ins Frühbeet gesät hatte ist der Katze zum Opfer gefallen, die sich die warme Erde unter der Plane als Schlafplatz gesucht hat - alles zerwühlt und plattgelegen.
Die Erdbeeren hatten im Winter komplett ihr Grün verloren. Aus den Wurzelballen, die ich links ins Beet gesetzt habe und die automatisch bewässert werden, kommen jetzt langsam neue Blätter.
Tomaten sollen dieses Jahr nicht ins Beet, sondern vielleicht separat in Töpfe. Die selbst gezogenen Tomatenpfänzchen sind dieses Jahr jedenfalls auch leider wieder sehr mickrig, sie haben auf der Fensterbank zu wenig Licht bekommen. Es lohnt sich wahrscheinlich eher, einfach Pflanzen zu kaufen.
Der Schnittlauch hat den Winter gut überstanden, der Thymian ist furchtbar vertrocknet, kommt aber wohl neu und die Blaubeeren leben auch noch.
Mittig habe ich ein paar Steckzwiebeln gesetzt, mal sehen, wie lang die brauchen um groß zu werden.

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