Die amorphe Welt des Julius H.
04 Februar 2010
26 Januar 2010
falschrum
Für Fahrradfahrer war das heute kein so angenehmer Tag, da der eiskalte Wind doch recht ungemütlich war. Trotzdem war ich froh, heute nicht mit dem Auto unterwegs zu sein, da nach der Vollsperrung der Avelsbacher Straße zur Hauptverkehrszeit auf den Ausweichstraßen das absolute Chaos losbrach. Einen noch unerfreulicheren Tag als die genervten Autofahrer dürfte wohl aber der Fahrer des Tiefladers haben, der an der Eisenbahnbrücke das Dreimeterneunzig-Schild übersah (oder die Höhe seiner Fracht unterschätzte) und den geladenen Kettenbagger hinter sich auf die Straße kegelte. Laut 16vor wurde dabei zum Glück niemand verletzt. Ob der Bagger schon direkt nach dem Unfall so fahruntüchtig, die Ketten in die Luft gestreckt, rumlag, weiß ich nicht, da - als ich die Stelle passierte - die Bergungsarbeiten schon in vollem Gange waren. In so einer mißlichen Lage habe ich einen Bagger vorher jedoch noch nie gesehen.Nachtrag: Schaut man sich die Bilder beim Volksfreund an (oder die hier im gelblog), sieht man, daß der Bagger vorher zusammen mit dem umgekippten Tieflader unter der Brücke gelegen hat. Den "Wetten Dass"-reifen Rückwärtssalto, wie ich ihn mir ausgemalt hatte, gab es so also nicht.
18 Januar 2010
processing
Ich weiß noch so in etwa, wie ich damals mein erstes und dann einziges 3D-Modell erstellt habe. Es bestand aus 10 (durch 17 Linien miteinander verbundenen) Punkten und das ganze war in Turbo Pascal mit Hilfe eines BGI (Borland Graphics Interface) für SVGA programmiert.Labels: Geo, Rechnerbastelei
13 Januar 2010
google.cn
31 Dezember 2009
Kleiner Jahrzehntrückblick
Jetzt schon? Ja, jetzt schon. Ich weiß, es ist Quatsch und viel zu früh, aber mir ist ja unbenommen, in 12 Monaten noch mal einen Dekadenrückblick zu verfassen. Also: Was war denn so los in den Nuller Jahren, dem verlorenen Jahrzehnt? Natürlich gab es mal wieder eine Menge neuen Technikkrams, der sich durchgesetzt hat. Von der Digitalkamera über das TFT bis hin zum MP3-Player. Alles so Dinge, die sich irgendwie fast unbemerkt in den Lebensalltag geschmuggelt haben. Die Sache mit dem Euro war dann schon eine größere Umstellung. Die ersten Münzen kamen in diesen lustigen Plastiktütchen, die m.E. der neuen Währung gleich den Anstrich von etwas Minderwertigem mit auf den Weg gaben. "Rechnen Sie auch noch immer um?" - heute muß man diese Frage wohl mit "Nein" beantworten, um nicht wenig später in eine Wolldecke gehüllt von netten Zivis ins Altersheim gefahren zu werden. Was war noch? Ja klar, 9/11. "Weißt Du auch noch, wo Du damals warst?" hat sich zu einer beliebten Smalltalkfrage gemausert. Wo soll ich gewesen sein? Vor dem Fernseher - n-tv war ja per CNN live dabei und später schalteten auch alle anderen Sender auf Sonderprogramme um. Daß auf diese Anschläge Kriege folgen würden war irgendwie auch schon vorhersehbar. So vorhersehbar wie die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 19%. Und für Tsunamis gibt es inzwischen ein Frühwarnsystem. Irgendwann starb dann der Papst. Auch dies geschah unter enormer Medienbegleitung, die mir leichte Gefühle von Ekel und Fremdscham verursachte. Diesmal war jedoch die Kirche schneller als Funk und Fernsehen: Als die Glocken des Trierer Doms zu ungewöhnlicher Zeit leuteten, konnte man sich denken, was passiert war. Und Italien gewann die Fußballweltmeisterschaft. Ärgerlich. Gefeiert wurde trotzdem - ich weiß bis heute nicht, warum. Wahrscheinlich feiern die Leute halt gerne.
Hm... was war denn sonst noch so? Hab ich vergessen, aber bestimmt irgendwo aufgeschieben...
18 Dezember 2009
ach so...
Endlich schien eine plausible Erklärung für die doch teils kuriosen Presseerklärungen des Vereinspräsidenten in den letzten Wochen gefunden zu sein.Labels: Fussball, gezeichnet, nur so, Pressewelt
17 Dezember 2009
Gj 1214 b
Na, das passt ja wie die Faust aufs Auge: In Kopenhagen streiten sich die Mächtigen über die Klimakatastrophe ("Klimawandel" halte ich für eine maßlose Verharmlosung) - oder besser darüber, wer wem bitteschön wie viel Geld geben muß, damit sich im Endeffekt doch nichts am status quo ändert - und gleichzeitig spukt die Meldung durch die Agenturen, man habe inzwischen eine "neue Erde" entdeckt, die nur ein paar Lichtjahre entfernt gemütlich um eine kleine Sonne kreist. Wenn man sich hierzuerd' schon nicht darauf einigen kann, unseren Planeten wenigstens einigermaßen so zu erhalten, daß menschliches Leben auf ihm auch in Zukunft möglich sein wird, wer soll es den Medien dann verübeln, die Agenturmeldung über Gj 1214 b dankbar aufzugreifen, um zumindest einen kleinen Hoffnungsschimmer am Horizont erstrahlen zu lassen?Wir haben hier zwar im Stil von Mietnomaden alles verwüstet und kümmern uns nicht groß um die Folgen, aber, hey, wenn das Ding hier verwohnt und ausgebeutet ist, vielleicht können wir dann ja demnächst einfach umziehen und wieder von vorne anfangen.
Nein, das könnt ihr vergessen. Es gibt keine zweite Chance. There is no Planet B.
(Bild: en.wikipedia unter CC-Lizenz)
Labels: kaputt, Klima, Pressewelt
16 Dezember 2009
"a different place"
Ich bin ja ein großer Freund des Konzeptes, daß Studierende neben Hörsaal und Bib noch einen anderen warmen Aufenthaltsort zur Verfügung haben, also eine Art Wohnung oder ein Zimmer in einer WG oder so. In Trier gibt es, wie man hört, hier und da den ein oder anderen kleinen Engpaß - insbesondere, weil die Studierendenzahlen eher steigen als sinken. Deshalb halte ich es für durchaus begrüßenswert, daß es Wohnheime gibt, die 'günstigen' Wohnraum anbieten (App. 23m² für 275€ kalt - ich hab' mal gehört, daß es für die Knete in der Stadt 10m² mehr gibt, auch kalt, als Whg. zwar aber halt Altbau, egal). Momentan entsteht in Trier ein neuer privater Wohnheimkomplex (F, gelb), der auf dem Petrisberg zwischen Campus 1 (U1, grün) und In den letzten Jahren entstanden auf dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau eh neue Wohngebiete (P, rot) und der "Wissenschaftspark", die Flächen waren also schon länger zur Wohnbebauung verplant... Hier muß ich kurz einhaken und gestehen, daß ich noch nie ein großer Freund der trierer Stadtplanung war, aber egal.
Der ganze Petrisberg ist verkehrstechnisch über die Robert-Schuman-Allee erschlossen, hier schieben sich die Autokolonnen via Kreisverkehr Kohlenstraße das Aveler Tal runter bzw. wieder hoch - so ist das halt, wenn die Höhenlagen zugebaut werden, die nur eine Verkehrsanbindung zum Rest der Welt haben, auch egal.
Eigentlich wollte ich nur das Eine loswerden: Als ich mir vor ein paar Jahren die Bebauungspläne des Petrisbergs angesehen habe, dachte ich noch so zu mir: "Oha, hier dieses Baugebiet zwischen Wohnsiedlung Louis-Pasteur-Straße und der Hauptdurchgangsstraße (Robert-Schuman-Allee), wer soll denn da ein Grundstück kaufen und sich da ein Haus hinsetzen?" Ich dachte halt an Ein- oder Mehrfamilienhäuser.
Nun sind die Jahre ins Land gegangen, die Bebauung steht bevor "und alsobald fiel es von seinen Augen wie Schuppen, und er ward wieder sehen" (Apostelgeschichte 9,18): Na klar, dieser Streifen entlang des kerzengeraden Zubringers zum Petrisberg ist doch der ideale Ort für ein Studierendenwohnheim. Wo sonst, wenn nicht hier? Oder: Was sonst, wenn nicht Wohnheim?
Naja, gut wohn (stylisch und urban)!
(Kartenausschnitt: Openstreetmap, unter CC-Lizenz, nachbearbeitet)
10 Dezember 2009
Ruby, Shapefiles und SVG
Durch den Blogpost auf dianacht.de wurde ich darauf aufmerksam, daß es bei NaturalEarth freie Shapefiles und Rasterdaten gibt, um schöne Karten zu bauen. Nun gibt es ja die Shapefile C library und auch entsprechende bindings für Ruby - was lag also näher, als sich mal so ein Shapefile zu ziehen, das mit Ruby auszulesen und daraus ein SVG zu erstellen?Na also, nichts eigentlich.
Gesagt, getan: Da Küstenlinien recht anschaulich sind, zog ich mir die in 1:50, jagte die ausgelesenen Daten durch ein Rubyscript und erzeugte nebenbei mit SVuGy ein SVG, indem die Arcs aus dem Shapefile einfach in Polylines umgewandelt wurden. Das Resultat war ein knapp 3MB großes SVG, das Bild zeigt einen Ausschnitt mit einem Zoomfaktor von ca. 2000% und einer Liniendicke (in SVG) für die Küstenlinien (Polylines) von 0.1 (das häßliche grün kommt durch manuelles Nachcolorieren und dient nur der Anschauung) - das Ganze wurde nachträglich auf ein paar verträgliche Pixel runtergerastert.
Natürlich lassen sich mit den Daten von NaturalEarth noch viele andere schöne Dinge anstellen, hier aber erst mal nur der kleine shapelib-Test.
Labels: Geo, GIS, Rechnerbastelei, Ruby, SVG




