28 November 2021

Neubau

 

... für das Wochenende war der erste Schnee angekündigt und das alte, ziemlich heruntergewirtschaftete Vogelfutterhäuschen stand noch immer im Holzverschlag, da es schon im Frühjahr an seinem morschen Pfosten abgebrochen war. Da für eine Renovierung keine wirkliche Motivation aufzutreiben war, musste also ein Neubau her: Bis auf zwei Leisten komplett aus Holzresten recycelt, dafür gar nicht mal so schrottig.

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31 Oktober 2021

Halloween

 ...der Abend vor Allerheiligen (hier in der Ecke auch "Hexennacht" genannt) ist für die Kinder der Abend, an dem sie - im Rheinland würde man sagen - "gripschen" gehen können, da es das Martinssingen gegen Süßigkeiten hier nicht gibt. Also "trick or treat" am letzten Oktobertag als Alternative. Um zu signalisieren, dass sich die Kinder ihren Zuckerkram abholen dürfen, wenn sie auf den Rasierschaum am Auto und andere "tricks" verzichten, habe ich eine kleine Vorgartendeko zusammengeschraubt: Mikroständer, Plastikkugel von alter Außenlampe, als Laken eine Verpackungsstoff von IKEA, dann noch eine Multicolor-LED-Lampe mit Farbwechsel, paar Augen angemalt, fertig ist das Gespenst.


Weht nett im Wind, die rostige Rasselkette habe ich irgendwie verlegt, also musste es der Galgenstrick richten. Bin ganz zufrieden soweit.


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01 Januar 2021

Repariert ist anders

... aus der losen Reihe "ich mache Fehler, damit ihr sie nicht mehr machen müsst" heute die Folge "wie man eine Waschmaschine kaputt repariert": Neulich habe ich in der alten Bosch-Waschmaschine die Kohlen getauscht. Das funktionierte im Probedurchlauf auch ganz gut, später unter "Volllast" dann leider nicht mehr. Obwohl die neuen Kohlen eigentlich ("gefühlt") richtig und bündig auf dem Rotor anlagen, war der Widerstand wohl doch so groß, dass durch die resultierende Hitze die Plastikhalterungen der Kohlen wegschmolzen. Die Kohlen rutschten dann neeben dem Rotor vorbei.

So kann man sich seinen Waschmaschinenmotor natürlich ganz elegant ruinieren. Die Halterungen der Kohlen gibt es nicht separat als Ersatzteil, die nächste Möglichkeit wäre der Austausch des Motors gewesen, der dann aber selbst gebraucht so viel gekostet hätte wie die komplette gebrauchte Maschine. Das neue Jahr startet also mit einer neuen Waschmaschine.

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13 November 2020

Waschmaschinenkohlen

...es ist doch keine schönere Beschäftigung für einen Freitag Nachmittag denkbar als eine Waschmaschine ab- und aufzuschrauben, um die Kohlen im Motor auszutauschen, da sich die Trommel nicht mehr drehen möchte. Bosch hatte mitgedacht und den Motor mit einer Schraube versehen, für die ich keinen Bit rumliegen hatte - Torx 40. Den galt es neben den neuen Kohlen also auch erstmal zu besorgen.

Nachdem die Schraube gelöst, der Riemen runter und die Stromversorgung ab ist, kann man den Motor "einfach" aus den gummierten Aufhängungen ziehen.

Die Kohlen stecken in gegenüber liegenden Metallhülsen und werden nach hinten einfach durch die Anschlussplättchen für das Stromkabel gehalten. Der Ausbau ist einfach, der Einbau dagegen ziemlich friemelig, da durch die lange, neue Kohle die Feder natürlich ganz eng zusammengedrückt und gleichzeitig mit dem Kupferkabel in die Hülse gedrückt werden muss.
Immerhin sieht man eindeutig einen Unterschied zwischen den neuen und den abgenutzten Kohlen. Da hat man doch gleich das Gefühl, dass sich der Austausch gelohnt hat.
 

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10 November 2020

AM2302 Widerstand

 ... an meinem Raspberry Pi werkelt neuerdings ein AM2302, den ich mal irgendwo sehr billig geschossen habe. Diese Dinger messen Temperatur und Luftfeuchtigkeit, angeblich recht zuverlässig, vrgleichbar mit dem DHT22 und wohl langlebiger un in einem größeren Bereich als ein DHT11. Das ist zwar für das normale Raumklima völlig unnötig und eher angemessen in Nass- oder Kühlräumen, aber den Sensor gab es mal irgendwo quasi für's Porto, also egal.

Nun habe ich das Ding - bitte nicht über mein furchtbares Gelöte meckern, ich brauch ne feinere Lötspitze und bald eine Lesebrille - mit einem 10k Ohm Widerstand zwischen VCC und Data angeschlossen, da ich das "irgendwo im Internet"(TM) so gelesen hatte. Schade, nun misst der Sensor bei ca. 20°C nämlich in etwa ein Grad zu wenig (im Vergleich mit anderen Thermometern) und ich vermute, der Widerstand ist Schuld, da ich besser 4,7k Ohm genommen hätte (wie überall auf den fertig zu kaufenden Platinen verbaut).

Sollte ich mal irgendwann wieder ein Stündchen Zeit haben, probiere ich es mal mit dem kleineren Widerstand und prüfe, ob der Sensor dann richtiger misst.

Update: Kleine Korrektur: Der Sensor heißt AM2302, hier stand vorher fälschlicher Weise AM2303, das habe ich mal korrigiert. Außerdem habe ich den anderen Widerstand verbaut (4,7kOhm), der Effekt war aber gleich null. Die "falsch" gemessene Raumtemperatur war richtig, die Thermometer, mit denen ich verglichen hatte, waren viel zu ungenau. Der Sensor misst so genau, dass es einen gewaltigen Unterschied macht, wo genau man im Raum misst. So sollte man, wie ich festgestellt habe, auch genug Abstand zum Raspberry Pi halten, da man sonst stets dessen abgegebene Wärme mit misst.


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07 November 2020

Temperatursensor NC-7159-675

 ... wenn man einen billigen Temperatursensor für 433MHz sucht, landet man schnell beim NC-7159-675 oder irgendwie baugleichen Geräten, die evtl. unter anderen Namen auf dem Markt sind. Diese kleinen Funkthermometer lassen sich hervorragend mit z.B. rtl_433 und einem entsprechenden DVB-T-Receiver (hier ein RTL2838 als USB-Stick) auslesen und liefern dann als "Prologue sensor" auf. Neben der Temperatur (temperature_C) senden die Geräte zusätzlich einen Batteriestatus, humidity und einen Wert für "button". Der Wert für button ist im "normalen" Zustand 0, der Wert für humidity schwankt irgendwo zwischen 15 und 20.  

Schraubt man den Sender auf, sieht man neben der Fläche, auf der der Gummiknopf zum umschalten des Displays zwischen Celsius und Fahrenheit sitzt (CF) noch zwei weitere Flächen für Knöpfe, die jedoch nicht verbaut sind (TX1 und TX). Diese lassen sich tatsächlich betätigen, beide triggern das Senden der Daten, der Wert von button ist dann jeweils 1, einen Unterschied konnte ich nicht feststellen. Wer also mit dem Temperatursensor noch einen Knopfdruck (o. Ä.) übertragen will, kann sich recht einfach z.B. einen Taster einlöten.

Da das Gerät über keinen Sensor für die Luftfeuchtigkeit verfügt und dieser wahrscheinlich sonst an der Stelle RH eingelötet wäre, nehme ich mal an, dass die Werte für humidity irgendwie ein Umrechnungsfaktor anhand der Temperatur sind.

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19 September 2017

Baumarktregalumgestaltung

oder: Wie man aus einem öden Sperrmüllregal knorke Shabby-chic-Kisten bastelt.

Kennt man ja, diese Baumarktregale, die es hier und da mal als Sonderangebot für 8,99€ gibt und die eigentlich nur ein paar zusammengetackerte Holzlatten sind. Von den Dingern gab es hier mindestens eines zu viel. Kein Platz und kein Bedarf um es irgendwo hinzustellen und so richtig stabil sind die Teile ja nun auch nicht. Aber wegschmeißen ist auch zu Schade.
Die Einlegeböden bestehen ja tatsächlich nur aus Holzlatten, also kann man recht einfach etwas bauen, das auch nur aus Latten besteht - Holzkisten, wie man sie als Weinkisten oder Obstkisten kennt und die ja inzwischen auch ihren Weg - so wie Paletten - in Jugendzimmer und WG-Küchen finden, warum auch immer.
Zum Basteln brauchen wir:
  • Akkuschrauber (Man ist ja schließlich faul)
  • Stichsäge (Klar geht auch ein Fuchsschwanz oder so, aber was soll das denn, man hat doch nicht ewig Zeit für den Quatsch)
  • Bohrer zum Vorbohren der Löcher (Schließlich ist man ja ein ordentlicher Haushalt und will auch nicht, dass die Latten beim Verschrauben zerspratzen)
  • pro Kiste so ca. 36 Schrauben
Erstmal werden alle Einlegeböden rausgeschraubt. Für eine große Kiste braucht man zwei Einlegeböden und eine der vier Seiten ... "Wangen" ... Stand-dings ... Latten. Die Böden werden zersägt und bilden dann die vier Seiten der Kiste.
Das Regal war 80cm breit, ich habe mich für die unästhetische Aufteilung von 50cm - 30cm entschieden. Also mit der Stichsäge durchrattern, an den Enden Löcher reinknallen und Schrauben reinhauen. Soll ja nichts Dolles werden, also kommen die Schrauben aus dem Fundus, den man so rumliegen hat - aus dieser Zigarrenkiste oder ausgespülten Zaziki-Dose (oder was auch immer) mit den Schrauben, die man schon irgendwo rausgezogen hat, die fast ausgenuddelt sind, bisschen rostig, oder mal mit angestrichen wurden, sowas halt.
Dann brauch die Kiste noch einen Boden. Ein Seitenteil zersägt in 5 Latten von je 32cm (Kistentiefe) plus Rest, Löcher gebohrt und von unten rangesetzt. Hierbei je zwei Schrauben, man weiß ja nicht ob da nicht doch mal was Schweres in die Kiste kommt. So, fertig ist das Ding. Kann man noch anstreichen oder dem nen Namen geben oder so aber im Groben war's das schon.
Aus einem Regal mit fünf Einlegeböden kann man zwei große Kisten und eine kleine (halbhohe) Kiste bauen, oder maximal eine große Kiste und drei kleine Kisten. Die große Kiste jeweils aus zwei, die kleine Kiste aus einem Einlegeboden. Die kleinen, flachen Kisten eignen sich vielleicht ganz gut zum Einlagern von Äpfeln, die hohen Kisten könnte man auch umdrehen, nen Sitzkissen drauftun, bisschen Filz unter die Füße kleben und als Sitzhocker verwenden. Aber das muss jeder selber wissen, was er mit den Dingern anstellt, ich glaub ich tu da meine Säcke mit Spachtelmasse, Fliesenkleber und so rein.


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14 März 2014

Tomaten. pikiert

...vereinzelt. Ich habe mal die Tomatenpflänzchen vereinzelt. Leider wirken sie doch noch sehr schwächlich, kränklich, blass (beide Sorten) - hoffentlich lag es daran, dass sie zu dicht aufeinander hockten und das bessert sich jetzt. Schlimmstenfalls gehen diese stärksten der Ursprungspflänzchen auch ein, ich wüsste nur nicht, wieso. Licht, Wasser, Wärme, eigentlich alles in okayigem Bereich vorhanden.

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09 März 2014

Spannböckchenschrauben

...gibt es Ärgerlicheres als Trommelkessel mit angeschlagenen oder verrosteten Spannböckchenschrauben? Ja, gibt es. Aber da man Ärgernisse ja meist eh nicht sortiert nach Gewichtung aus der Welt schafft, braucht man sich auch nicht grämen, wenn man an einem sonnigen Sonntag den Schraubendreher in die Hand nimmt um mal ein paar Schräubchen an einem Schlagzeug auszutauschen. Die gute Laune kann jedoch schnell vergehen, wenn man sich die Preise für die Schräubchen als Ersatzteil ansieht. Mir kam jedenfalls sofort das Lied von Tocotronic über Gitarrenhändler in den Sinn - obwohl ich annehme, dass hier weniger die Händler für die übertriebenen Preise verantwortlich sind als die Schlagzeughersteller.
Aber wahrscheinlich tragen die Händler zumindest eine Teilschuld - in Baumärkten wundere ich mich nämlich auch immer über die hohen Preise und die oft sehr geringe Auswahl, wenn es um Schrauben, Scheiben, Haken etc. geht: Neulich wollte ich 16 Ösenschrauben kaufen, diese gab es in zwei Märkten in der Form überhaupt nicht, im dritten dann nur zu lang, zu je 5 Stück verpackt und für ein bisschen mehr als 4€ pro Päckchen. Ich hätte für 20 Schräubchen, die ich dann auch noch manuell hätte kürzen müssen, knapp 18€ bezahlt, und, um mal dem Verdacht zu begegnen, ich sei unkurierbar geizig, möchte ich betonen, dass sich manche Reparaturen bei solchen Ersatzteilkosten schlicht und einfach nicht lohnen. Man schmeißt dann am besten weg und kauft neu, was oft doch sehr Schade und vielfach weniger ökologisch ist.
Genug Exkurs, zurück zu den Schlagzeugkesseln und den überteuerten Spannböckchenschrauben als Original-Ersatzteil und sogar als Nachbau-Ersatzteil: Solch einfache Schräubchen in lokalen Baumärkten zu bekommen grenzt an Unmögliches. Selbst im Eisenwarenladen schickte man mich weiter zu irgendwelchen Frästechnikern und Karosseriebauern, weit raus in Industriegebiete, die von öffentlichem Nahverkehr noch nie etwas gehört haben. Wie gut, dass mir in dieser Notsituation der heilige St. Isidor zur Seite stand und mir riet, was er immer rät: "Guck ins Internet, du Blödsack!"
Ich schaute, aber diesmal bei den Eisenwaren statt bei den Instrumenten.
Und, tatsächlich, wenn es darum geht, einfache Schrauben in Stückzahlen zu kaufen, bietet das Netz eine vernünftige Auswahl - und das sogar zu ordentlichen Preisen. Die Ösenschrauben gab es in der richtigen Länge zusammen für weniger als 2€ statt wie im Baumarkt für 18€. Als Spannböckchenschrauben entschied ich mich für eine Kombination aus Linsenschrauben, Federringen und Scheiben, gibt es alles in richtigen Größen und verzinkt oder sogar in Edelstahl.
Ich gehe ja sehr gerne in Baumärkte und fände es schlimm, wenn es sie nicht mehr gäbe, aber wenn es die Dinge, die ich benötige nicht gibt, und wenn, dann nur zu völlig übertriebenen Preisen, macht der Besuch leider einfach keinen Sinn mehr.

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31 Januar 2014

happiness is a warm soldering iron

Fleißig gewesen. Kabel gebaut.

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