07 Oktober 2008

Joyeux Anniversaire 2CV!

Kaum ein anderes Modell hat in der Automobilgeschichte so deutliche Spuren hinterlassen wie der 2CV: Vor 60 Jahren der spottenden Öffentlichkeit vorgestellt, hielt er sich dann jedoch wacker bis zur Einstellung der Produktion im Jahr 1990 als fester Bestandteil im Sortiment von Citroën.
Seitdem das letzte Exemplar der "Ente" vom Band rollte, ist sie zwar leider immer seltener "in freier Wildbahn" anzutreffen, genießt aber um so mehr den Status eines Kultautos. Daß Oldtimer und besondere Fahrzeugmodelle stets ihre Liebhaberkreise finden ist verständlich, wie erklärt sich jedoch die lange Erfolgsgeschichte der so oft gescholtenen und belachten Ente?
Zum einen natürlich dadurch, daß sie ein Stück Industrie- und Alltagskultur ist, an das viele Erinnerungen aus dem eigenen Leben knüpfen können, zum anderen gerade durch das, wofür sie so oft kritisiert wurde: Ihre Einfachheit. Die Ente bietet auf den ersten Blick tatsächlich nur das, was ein Auto in seinen Grundzügen ausmacht, überzeugt dabei aber durch ihre durchdachte Konstruktion.
Daß schon vor 18 Jahren die Produktion eingestellt wurde, die Ente aber trotzdem noch nicht komplett aus dem Straßenbild verschwunden ist, läßt darauf hoffen, daß sie auch in Zukunft nicht nur in Museen und Sammlungen anzutreffen sein wird, denn: Die Ente gehört auf die Straße - vielleicht als Mahnmal gegen das Motorisierungswettrüsten und den Zwang zu immer größerer Mobilität unter steigendem Zeitdruck, oder einfach nur als markante Ausnahme im Einheitsbrei der heutigen Fahrzeuggenerationen.
Herzlichen Glückwunsch zum 60. Geburtstag!

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19 September 2007

Weniger

... als die Summe der einzelnen Teile.
Letztes Jahr habe ich mich schon über die Sendung 'Abenteuer Auto' geärgert. Unter der Rubrik 'Tuning' wurden dort auch immer mal wieder fast schrottreife Old- oder Youngtimer restauriert - darunter z.B. ein Käfer, ein 911 Targa und auch ein Mini Cooper - und deren Wiederverkaufswert teils um ein Vielfaches gesteigert. Einen Griff ins Klo leisteten sich die Autoschrauber jedoch mit dem, was sie als 'Ententuning' bezeichneten. Daß man an die entstandenen Umbaukosten besser einen Griff geklebt hätte, um sie gleich aus dem Fenster zu werfen, zeigt der Wertverlust des Wagens seit letztem Jahr: Derzeit wird das Ungetüm zu einem Kaufpreis angeboten, der in etwa 7% der beim Umbau entstandenen Kosten ausmacht.

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10 März 2007

handgeschöpft

...in einer innenarchitektonisch auf Pathologie gestylten Küche, irgendwann in den Neunzigern:
"Was ist denn das?"
"Das ist ein Trinkschokoladenquirl."
"Aha."
Später dann, hinter den von innen zufrierenden Scheiben eines französischen Kleinwagens, leiert im Kassettendeck das Lied "Bauer auf dem Parkdeck" vor sich hin.

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14 Februar 2007

Dienstwagenflotte

...es ist nicht wirklich erstaunlich, daß der Emissions-Zielwert der EU-Kommission für PKW (130g CO2/km) von der übermotorisierten Dienstwagenflotte der Bundesregierung nicht eingehalten wird. Die Deutsche Umwelthilfe spricht von einem Durchschnittswert von 240g/km und rät als Dienstfahrzeug für Minister zu einem Mercedes-Benz E-220D, der immerhin noch eine CO2-Emission von 167g pro km hat. Zeit für Milchmädchenrechnungen? Ja! Ich hab nämlich auch eine Idee, wie die neue Dienstwagenflotte der Bundesregierung aussehen könnte: Nehmen wir mal an, daß 1l Benzin bei der Verbrennung 2,4g CO2 erzeugt. Wenn Ulla Schmidt auf ihren 388PS starken S500, der schlanke 17,7 Liter Sprit auf 100km frisst, verzichtet und sich in ein Auto setzt, daß 6 Liter verbraucht, wäre sie mit 144g CO2/km dem Zielwert der EU schon um einiges näher. Wie ich auf die 6 Liter komme, verrät das Bild - ich hätte aber natürlich auch nichts dagegen, wenn die Minister zukünftig auf 3-Liter-Autos oder Fahrzeuge mit Hybridtechnologie (natürlich vom deutschen Hersteller) setzen.

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